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Reaktive Arthritis (Radiologie)

1 Definition

Die reaktive Arthritis ist eine Form der Gelenkentzündung (Arthritis), die 1-6 Wochen nach einer Urethritis oder Enteritis auftreten kann. Sie weist eine Assoziation zu HLA-B27 auf.

siehe auch: seronegative Spondylarthritis

2 Hintergrund

Die häufigsten Erreger sind Chlamydien, Shigellen, Salmonellen, Yersinien und Campylobacter. Der reaktiven Arthritis liegt jedoch eine immunologische Kreuzreaktion zugrunde. Entsprechend können in der Synovialis oder Synovia keine Erreger nachgewiesen werden (sterile Arthritis).

Die reaktive Arthritis kann auch mit extraartikulären Symptomen (Konjunktivitis, Reiter-Dermatose, Fieber, Gewichtsverlust) einhergehen. Das Vollbild wird auch als Reiter-Syndrom bezeichnet.

Die reaktive Arthritis wird mittels Anamnese, körperlicher Untersuchung, labormedizinischer Methoden und Bildgebung diagnostiziert:

siehe Hauptartikel: reaktive Arthritis

3 Röntgen

4 Computertomographie

Die Computertomographie (CT) kommt bei der Diagnose der reaktiven Arthritis nur selten zum Einsatz. Die Befunde entsprechenen grundsätzlich denen der Röntgenuntersuchung.

5 Magnetresonanztomographie

Bevor die reaktive Arthritis im Röntgenbild auffällt, können in der Magnetresonanztomographie (MRT) bereits (unspezifische) Frühzeichen erkannt werden: Flüssigkeitssensitive Sequenzen (T2-FS, PD-FS, STIR) zeigen eine Enthesiopathie sowie ein Knochenmarködem im Bereich der ossären Entzündungen (ISG, Wirbelkörper, posteriorer Calcaneus, Zehen). Weitere Befunde im MRT sind z.B.:

  • Erosionen
  • ggf. Knochenmarksignal in paravertebralen Ossifikationen
  • Sakroiliiitis, Ankylosen

6 Ultraschall

Im Ultraschall lassen sich lediglich unspeziifsche Befunde nachweisen (z.B. Synovialitis, Tenosynovitis).

7 Differenzialdiagnostik

  • Psoriasisarthritis:
    • identischer Befall des Achsenskeletts (bilaterale, oft asymmetrische Sakroiliitis, paravertebrale Ossifikationen)
    • periphere Arthritis: Hände tendenziell häufiger betroffen, jedoch Füße ebenfalls häufig involviert.
  • rheumatoide Arthritis:
    • identisches Bild bei Erosionen in Metatarsophalangealgelenk und Tuber calcanei
    • keine produktiven Veränderungen (Periostitis, Enthesitis, Osteophyten)
  • Spondylitis ankylosans, enteropathische Arthritis:
    • Sakroiliitis: meist bilateral, symmetrisch
    • dünne vertikale Syndesmophyten
    • periphere Arthritis: Hüft-, Knie- und Schultergelenk häufiger betroffen. Im Spätstadium können auch Zehen und Calcaneus involviert sein.
    • Osteoporose im fortgeschrittenen Stadium

Diese Seite wurde zuletzt am 29. Oktober 2021 um 14:02 Uhr bearbeitet.

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