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Zwischenwirbelgelenk

(Weitergeleitet von Facettengelenk)

Synonyme: Facettengelenk, Wirbelgelenk, Wirbelbogengelenk, kleines Wirbelgelenk, Articulatio zygapophysialis, Articulatio intervertebralis
Englisch: intervertebral joint, facet joint, zygapophysial joint

1 Definition

Die Zwischenwirbelgelenke oder Facettengelenke sind kleine, paarige Gelenke, die zwischen den Gelenkfortsätzen benachbarter Wirbel bestehen und die Beweglichkeit der Wirbelsäule garantieren. Sie bilden zusammen mit den Bandscheiben (Disci intervertebrales) und den die Wirbelsäule umgebenden Bändern eine funktionelle Einheit.

2 Anatomie

Bei den Zwischenwirbelgelenken handelt es sich um plane Gelenke mit relativ weiter Gelenkkapsel. Sie gehören somit zu den Diarthrosen. Die Artikulation besteht zwischen den Knorpelflächen der Processus articulares superiores eines Wirbels und der Processus articulares inferiores des nächst höher gelegenen Wirbels. In ihrer Gesamtheit ermöglichen die Zwischenwirbelgelenke der Wirbelsäule drei Freiheitsgrade:

  • Flexion und Extension in der Sagittalebene (Vor- und Rückbeugung)
  • Lateralflexion in der Frontalebene (Seitneigung)
  • Rotation

Die Stellung der Gelenkflächen variiert in den verschiedenen Abschnitten der Wirbelsäule, was eine unterschiedliche Beweglichkeit nach sich zieht:

  • Im Bereich der Halswirbelsäule (HWS) stehen die Gelenkflächen beinahe in der Transversalebene, die Processus articulares superiores weisen nach dorsal und etwas nach kranial. Die Gelenke ermöglichen eine ausgeprägte Rotationsbewegung der Halswirbelsäule. Die HWS ist der beweglichste Wirbelsäulenabschnitt.
  • Bei der Brustwirbelsäule schauen die Gelenkflächen ebenfalls nach dorsal und kranial, sind aber bereits zusätzlich nach lateral geneigt.
  • Die Lendenwirbelsäule weist schließlich Gelenkflächen auf, die fast in der Sagittalebene stehen. Die Rotationsmöglichkeiten sind dadurch geringer als in der Halswirbelsäule. Der bevorzugte Bewegung ist die Ventralflexion und die Dorsalextension.

In nahezu allen Wirbelgelenken befinden sich sog. meniskoide Synovialfalten, die sichelförmig in den Gelenkspalt hineinragen. Sie bestehen aus gefäßreichem lockerem oder straffem Bindegewebe der Gelenkkapsel und sind von einer Intima überzogen. Sie sollen die Inkongurenz der artikulierenden Gelenkflächen ausgleichen.

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Diese Seite wurde zuletzt am 25. Januar 2021 um 12:50 Uhr bearbeitet.

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