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Allergische bronchopulmonale Aspergillose

Englisch: allergic bronchopulmonary aspergillosis

1 Definition

Die allergische bronchopulmonale Aspergillose, kurz ABPA, ist eine in der Regel durch Aspergillus fumigatus ausgelöste Hypersensitivitätsreaktion der Lunge. Sie tritt meist bei Patienten mit Asthma bronchiale oder Mukoviszidose auf.

2 Symptome

Die ABPA manifestiert sich typischerweise durch Dyspnoe und Hustenanfälle mit zähem, braunem Sputum. Zusätzlich sind Fieber, Thoraxschmerzen und Gewichtsverlust möglich.

3 Diagnostik

Häufig besteht eine Eosinophilie im Blut. Erhöhte Konzentrationen von Aspergillus-spezifischem IgE (rASP f4 und f6) und ein erhöhtes Gesamt-IgE im Serum (meist > 1.000 IE/ml) sind diagnostisch wegweisend.

Im CT-Thorax fallen hyperdense Mukoidimpaktionen und Bronchiektasen auf. Einige Patienten entwickeln eine chronisch kavernöse pulmonale Aspergillose.

4 Differentialdiagnose

5 Schweregrade

Die ABPA lässt sich in fünf Krankheitsstadien einteilen:

Stufe Bedeutung
I Erstmanifestation
II Remission mit vorübergehender Rückbildung der Symptomatik
III Exazerbation
IV  kortikoidpflichtiges Asthma
V irreversible Lungenfibrose

6 Therapie

Itraconazol ist die Therapie der Wahl bei allergischen Formen der Aspergillose. Zusätzlich ist eine Allergenkarenz durch Eliminierung aller vermeidbaren Aspergillusquellen notwendig. Akute Exazerbationen sprechen gut auf Glukokortikoide an.

siehe auch: schweres Asthma mit Sensibilisierung auf Pilze (SAFS), Pilzasthma

Diese Seite wurde zuletzt am 21. Mai 2021 um 11:35 Uhr bearbeitet.

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