Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind auf der Suche nach Schnee in Richtung Nordpol gefahren. Deswegen steht das Flexikon vom 14.12. bis 10.01.2019 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 10. Januar könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Zeit mit der Familie! Wir wünschen euch fröhliche Feiertage!

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Euer Flexikon-Team

Lungenbiopsie

1 Definition

Unter einer Lungenbiopsie versteht man die Entnahme von Lungengewebe - meist zu histopathologischen bzw. zytologischen Untersuchungszwecken. Die Lungenbiopsie gehört zu den invasiven Diagnoseverfahren der Lungenheilkunde.

2 Indikation

Eine Lungenbiopsie ist immer dann indiziert, wenn klinisch relevante pathologische Veränderungen der Lunge nicht durch andere, weniger invasive Diagnoseverfahren abgeklärt werden können. Zu den typischen Indikationen zählen

3 Entnahmeverfahren

Die Lungenbiopsie ist auf verschiedenen Wegen möglich u.a. durch die

3.1 Bronchoskopie

Die Bronchoskopie ist von den o.a. Verfahren die am wenigsten invasive Methode, da sie keine Punktion bzw. Durchtrennung der Pleura notwendig macht. Sie ermöglicht jedoch nur die Entnahme von Gewebe in der Nähe der für die Bronchoskopie zugänglichen Areale im Inneren der Lunge. Prozesse in der Lungenperipherie entziehen sich ihrem Zugang. Die Gewebeentnahme erfolgt über das Bronchoskop mit Hilfe einer kleinen Biopsiezange.

3.2 Transthorakale Feinnadelbiopsie

Bei der transthorakalen Feinnadelbiopsie wird unter sonografischer Kontrolle oder CT-Kontrolle eine ausreichend dimensionierte Hohlnadel durch die Brustwand in den suspekten Bereich eingestochen und Gewebe aspiriert.

3.3 Thorakoskopie

Die Thorakoskopie erfolgt unter sterilen Bedingungen im OP. In Lokalanästhesie wird durch einen kleinen Schnitt in der Brustwand ein Thorakoskop in die Brusthöhle eingeführt und mit einer Biopsiezange Lungengewebe entnommen. Im Gegensatz zur Bronchoskopie wird sie zur Abklärung peripherer Gewebeveränderungen eingesetzt. Mögliche Komplikation sind Blutungen in die Pleurahöhle oder ein Pneumothorax.

3.4 Thorakotomie

Bei der Thorakotomie wird der Brustkorb durch eine Rippenresektion oder Inzision eines Interkostalraums eröffnet. Die Biopsie erfolgt dann unter direkter Sicht.

4 Kontraindikationen

Bei Patienten mit interstitieller Lungenerkrankung, die eine stark eingeschränkte Vitalkapazität oder eine durch O2-Gabe nicht kompensierbare Hypoxämie haben, sollte eine gründliche Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen.

Fachgebiete: Pneumologie

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