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Punktion

von lateinisch: punctio - Stich
Englisch: puncture

1 Definition

Als Punktion bezeichnet man das Einstechen in einen Hohlraum des Körpers. Sie ermöglicht die Gewinnung diagnostischen Materials, die Injektion von diagnostisch oder therapeutisch relevanten Substanzen, sowie die Entfernung pathologischer Flüssigkeitsansammlungen.

Im weiteren Sinn ist jedes Einstechen in ein Körpergewebe (z.B. auch das Setzen von Nadeln bei der Akupunktur) eine "Punktion".

2 Hintergrund

Die Punktion wird in der Regel mit einer Hohlnadel (Kanüle) vorgenommen, durch die physiologische (Blut) oder pathologische Körperflüssigkeiten (z.B. Gelenkerguss), oder kleine Gewebeproben entnommen werden können.

Punktionen gehören zu den ärztlichen Routineaufgaben und sind in der Regel ungefährlich und unaufwändig. Die Punktion tiefer gelegener Organe erfordert jedoch eine größere Aufmerksamkeit und wird häufig unter sonografischer Kontrolle durchgeführt.

3 Beispiele

4 Hygiene

Voraussetzung für eine lege artis durchgeführte Punktion ist eine ausreichende Desinfektion bzw. Hautdesinfektion der Einstichstelle. Bei bestimmten Punktionen (z.B. eines Gelenks) sind sterile Bedingungen (Abdeckung, Handschuhe, Einmalkittel) einzuhalten, um eine Verschleppung von Krankheitserregern in die punktierte Körperhöhle zu vermeiden.

5 Risiken

Allgemeine Risiken einer Punktion sind:

Hinzu kommen spezielle lokalisationsabhängige Risiken, z.B. ein Pneumothorax bei einer Pleurapunktion.

Fachgebiete: Allgemeinmedizin

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