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Gelenkpunktion

1 Definition

Unter einer Gelenkpunktion versteht man das Durchstechen der Gelenkkapsel mit einer Kanüle, die dadurch Zugang zur Gelenkhöhle erlangt (Punktion). Die Gelenkpunktion wird vor allem zum Absaugen von Flüssigkeit und/oder zum Einbringen von Arzneistoffen in das Gelenk verwendet.

2 Formen

Grundsätzlich können alle größeren Gelenk punktiert werden. Beispiele für Gelenkpunktionen sind:

3 Indikation

Gelenkpunktionen können aus diagnostischen oder therapeutischen Gründen indiziert sein. Im Rahmen der Differentialdiagnostik von Gelenkerkrankungen wird die gewonnene Gelenkflüssigkeit serologisch, bakteriologisch und/oder zytologisch untersucht. Therapeutische Gründe sind die Entlastungspunktion bei Gelenkerguss (Hämarthros) und die intraartikuläre Injektion von Arzneistoffen.

4 Vorgehen

Eine Gelenkpunktion erfordert ein aseptisches Vorgehen und wird idealerweise in einem OP-Bereich durchgeführt. Der Punktionsbereich wird gründlich desinfiziert und mit sterilen Tüchern abgedeckt, die Punktionsstelle selbst mit einem Schlitztuch. Der ausführende Arzt trägt OP-Schutzkleidung. Für die Punktion werden - je nach Gelenk - Kanülen von unterschiedlicher Länge und mit unterschiedlichem Durchmesser benötigt.

5 Lagerung

Die Lagerung hängt vom punktierten Gelenk ab. Am häufigsten wird in Rückenlage punktiert, wobei häufig Lagerungshilfsmittel (z.B. Knierolle) verwendet werden, um das Gelenk in die richtige Position zu bringen bzw. zu entlasten.

6 Komplikationen

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Fachgebiete: Orthopädie

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