Vom 13. bis 26. Juni steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
Bearbeiten

Vom 13. bis 26. Juni steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind gen Süden gefahren und machen eine Pause. Deswegen steht das Flexikon vom 13. bis 26. Juni 2022 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 27. Juni könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Sonne! Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr frisch erholt wiederkommt!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Cor pulmonale

Synonym: "Lungenherz"

1 Definition

Das Cor pulmonale ist eine konzentrische Hypertrophie und/oder Dilatation des rechten Ventrikels als Folge einer Lungenerkrankung mit pulmonaler Hypertonie.

2 Einteilung

3 Ätiopathogenese

Ursächlich können verschiedene Erkrankungen sein, z.B.:

Aufgrund der pathologischen Veränderungen kommt es zu einer alveolären Hypoxie, die mittels des Euler-Liljestrand-Mechanismus zu einem erhöhten Widerstand im Lungenkreislauf führt. Die entstehende pulmonale Hypertonie erhöht die rechtsventrikuläre Nachlast. Damit das anfallende Volumen bewältigt werden kann, kommt es kompensatorisch zu einer Hypertrophie des rechten Ventrikelmyokards (oder zu einer Dilatation).

4 Klinik

Das Cor pulmonale führt nicht zu spezifischen Symptomen. Zu achten ist auf Zeichen der pulmonalen Hypertonie und Zeichen einer Rechtsherzinsuffizienz bei dekompensiertem Cor pulmonale (Halsvenenstauung, Stauungsleber, Ödeme).

Am Anfang des Krankheitsgeschehens sind nur sehr diskrete und inkonstante Symptome vorhanden:

4.1 EKG-Veränderungen

EKG-Veränderungen treten in der Regel spät auf und fehlen auch bei einem Großteil der Betroffenen. Sie können umfassen:

  • Rechtsherzhypertrophiezeichen (positiver Sokolow-Index)
  • Rechtsschenkelblock mit einer Deformation des Kammerkomplexes in der Brustwandableitung V1, V2, und einem negativen T in V1 bis V3.
  • In den Extremitätenableitungen II und III ein pyramidales P-pulmonale (P-Welle ist verbreitert und erhöht)

4.2 Echokardiographie

In der Echokardiographie lässt sich die Hypertrophie und Dilatation des rechten Ventrikels objektivieren. Eventuell kann eine Trikuspidalinsuffizienz nachgewiesen werden. Liegt diese vor, kann der pulmonal-arterielle Mitteldruck abgeschätzt werden.

4.3 Röntgen-Thorax

Im Röntgen-Thorax zeigen sich spät im Krankheitsverlauf Veränderungen im Sinne des Cor pulmonale:

  • Erweiterte zentrale Lungenarterien, Kalibersprung zu den peripheren Arterien hin, daher peripher "helle Lunge"
  • Prominenter Pulmonalisbogen
  • vergrößertes rechtes Herz, füllt im seitlichen Bild den retrosternalen Raum

Tags:

Fachgebiete: Pneumologie

Diese Seite wurde zuletzt am 1. Februar 2022 um 02:41 Uhr bearbeitet.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Letzte Autoren des Artikels:

51 Wertungen (4.02 ø)

302.815 Aufrufe

Copyright ©2022 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: