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Rechtsschenkelblock

Abkürzung: RSB

1 Definition

Ein Rechtsschenkelblock ist ein Schenkelblock, bei dem der rechte Tawara-Schenkel in der Erregungsleitung gestört ist.

siehe auch: Erregungsleitungssystem des Herzens

2 Formen

Ein Rechtsschenkelblock ist im EKG durch eine über 0,12s betragende QRS-Zeit, eine M-förmige Aufsplitterung des QRS-Komplexes in V1 und V2 und die verspätete endgültige Negativitätsbewegung des QRS-Komplexes gekennzeichnet.

Der obere Umschlagpunkt (Punkt der endgültigen Negativitätsbewegung im EKG) liegt hierbei in Ableitung V1 bei > 30ms.

In Ableitung I fehlt meistens das Q und es tritt ein S als erster Ausschlag auf. Die T-Wellen sind diskordant zum QRS-Komplex (T-Inversion).

Ein inkompletter Rechtsschenkelblock liegt vor, wenn bei sonst zutreffenden Kriterien der QRS-Komplex auf lediglich 0,10-0,11s verbreitert ist.

3 Ätiologie

Häufig ist ein Rechtsschenkelblock Hinweis auf eine Rechtsherzbelastung, beispielsweise bei Lungenembolien oder Herzfehlern mit Rechtsbelastung. Insbesondere ein neu aufgetretener Rechtsschenkelblock mit Rechtstyp (s. elektrische Herzachse) und SI/QIII-Konfiguration kann ein diagnostischer Hinweis auf eine frische Lungenembolie sein.

Weitere gängige Ursachen eines Rechtsschenkelblocks sind die koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt, Myokarditis, Short-QT-Syndrom und Kardiomyopathien.

Das bei Vorhofflimmern auftretende Ashman-Phänomen hat ebenfalls die Morphologie eines Rechtsschenkelblocks.

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Fachgebiete: Kardiologie

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