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Terlipressin

Handelsname: Terlipressin Inresa® u.v.a.
Synonym: Terlipressindiacetat

1 Definition

Terlipressin ist ein synthetisches Analogon des Vasopressins. Es gehört zur Wirkstoffklasse der Hypophysenhinterlappenhormone.

2 Wirkmechanismus

In physiologischen Konzentrationen steuert Vasopressin über V2-Rezeptoren in der Niere die Wasserrückresorption und reguliert damit die Osmolalität des Blutes. In höheren Konzentrationen wirkt es über V1-Rezeptoren in den Arterien gefäßverengend und blutdrucksteigernd. Im Gastrointestinaltrakt erhöht es den Tonus vasaler und extravasaler glatter Muskelzellen, was zu einer Gefäßverengung führt. Dadurch kommt zu einer Senkung des Pfortaderdrucks bei portaler Hypertension, wodurch das Risiko einer Ösophagusvarizenblutung vermindert wird.

3 Pharmakokinetik

Nach intravenöser Bolusinjektion wird Terlipressin entsprechend einer Kinetik 2. Ordnung eliminiert.

4 Indikationen

5 Dosierung

Bei akuter Ösophagusvarizenblutung wird abhängig vom Körpergewicht initial 1-2 mg. i.v. gegeben, anschließend alle 4-6 Std. 1 mg für max. 2-3 Tage.

Hinweis: Diese Dosierungsangaben können Fehler enthalten. Ausschlaggebend ist die Dosierungsempfehlung in der Herstellerinformation.

6 Nebenwirkungen

Folgende Nebenwirkungen treten unter Brodalumab häufig (≥ 1:100, < 1:10) oder gelegentlich (≥ 1:1.000, < 1:100) auf:

7 Wechselwirkungen

Terlipressin verstärkt den blutdrucksenkenden Effekt von nichtselektiven Beta-Blockern auf die Pfortader. Terlipressin sollte nur mit äußerster Vorsicht bei Patienten angewendet werden, die gleichzeitig Arzneimittel erhalten, die das QT-Intervall verlängern können (z.B. Propofol, Sufentanil). Es können schwere Bradykardien ausgelöst werden.

8 Kontraindikation

  • Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff

9 Besondere Warnhinweise

Terlipressin soll in folgenden Fällen nur mit Vorsicht und unter strenger Überwachung des Patienten eingesetzt werden:

Eine Dosis von 1,7 mg/4 Std. sollte nicht überschritten werden, da das Risiko für schwerwiegende Kreislaufstörungen besteht. Komplikationen wie arterielle Hypertonie oder Bradykardien können mit Clonidin oder Atropin antagonisiert werden.

10 Zulassung

Terlipressin ist in der EU seit 2016 zugelassen und wird von Inresa vermarktet.

11 Quellen

  1. Fachinfo Terlipressin abgerufen am 10.09.2018
Fixed
#2 gestern von Dr. Frank Antwerpes (Arzt)
Wie kann das Medikament denn sowohl als Einsatzgebiet als auch als Kontraindikation bei septischem Schock genannt werden?
#1 vor 4 Tagen von Stefanie Jänsch (Studentin der Humanmedizin)

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