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Magnesium

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Chemisches Kürzel: Mg
Englisch: magnesium

1 Definition

Magnesium, kurz Mg, ist ein zweiwertiges Element aus der Gruppe der Erdalkali-Metalle mit der Ordnungszahl 12 und einem mittleren Atomgewicht von etwa 24,3.

2 Physiologie

Magnesium hat physiologisch in geringem Rahmen als Elektrolyt, vor allem aber als zweiwertiges Ion in vielen (vor allem ATP-abhängigen) Enzymen und anderen Proteinen eine wichtige Funktion. Die Resorption findet im Dünndarm statt und wird durch Thyroxin gefördert. Magnesium wird hauptsächlich renal ausgeschieden. Dabei wird es glomerulär filtriert und vorwiegend im aufsteigenden Teil der Henle'schen Schleife rückresorbiert.

Im menschlichen Körper kommt dem Magnesium als physiologischem Antagonisten von Calcium eine bedeutende Rolle zu:

Magnesium verteilt sich zu 2 % auf den Extrazellulärraum und zu 98 % auf den Intrazellulärraum. Die Verteilung von Magnesium im Körper zeigt sich wie folgt:

3 Labormedizin

3.1 Material

Zur Bestimmung des Serummagnesiums werden 1 ml Serum, 2 ml EDTA-Blut oder 10 ml von einem 24-h-Sammelurin benötigt.

3.2 Referenzbereich Serum

Der Referenzbereich für Magnesium im Serum beträgt für:

Personengruppe Norm
Erwachsene Frauen 0,77 bis 1,03 mmol/l
Männer 0,73 bis 1,06 mmol/l
Kinder Schulkinder 0,60 bis 0,95 mmol/l
Neugeborene 0,48 bis 1,05 mmol/l

3.3 Referenzbereich EDTA-Blut

Der Referenzbereich für Magnesium im EDTA-Blut beträgt 30 bis 40 mg/l.

3.4 Referenzbereich im Urin

Der Referenzbereich für Magnesium im im 24-h-Sammelurin beträgt 2,05 bis 8,22 mmol pro Tag.

3.5 Interpretation

3.5.1 Erhöhtes Magnesium

Erhöhte Serumspiegel von Magnesium (Hypermagnesiämie) können ein Hinweis sein auf:

3.5.2 Erniedrigtes Magnesium

Erniedrigte Serumspiegel von Magnesium (Hypomagnesiämie) können ein Hinweis sein auf:

3.6 Hinweis

In der Regel hat die Bestimmung von Magnesium aus dem Serum in der Klinik einen höheren diagnostischen Stellenwert als die Bestimmung aus Urin oder EDTA-Blut. Erhöhte Werte im Sammelurin können jedoch ergänzend einen Hinweis auf einen renalen Magnesiumverlust oder eine Inhibition der Harnstein-Kristallisation geben.

4 Toxikologie

Eine Mg-Intoxikation kann durch Blockierung der Erregungsüberleitung im Zentralnervensystem bis zur sogenannten Magnesiumnarkose führen. Symptome einer Überdosierung von Magnesiumsalzen (Hypermagnesiämie) können Lähmungen, Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoe, Hypotonie, Herzrhythmusstörungen und Atemstillstand sein. Als Gegenmaßnahmen kommen eine Magenspülung sowie die intravenöse Injektion von Kalziumglukonat-Lösung 10%ig (Dos.: 10-20 ml) und Neostigmin (Dos.: 0,5-1,0 mg) in Betracht.

Hinweis: Diese Dosierungsangaben können Fehler enthalten. Ausschlaggebend ist die Dosierungsempfehlung in der Herstellerinformation.

5 Quelle

  • Laborlexikon.de; abgerufen am 26.03.2021

Diese Seite wurde zuletzt am 26. März 2021 um 13:59 Uhr bearbeitet.

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