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Osmolalität

Englisch: osmolality

1 Definition

Als Osmolalität bezeichnet man die Konzentration aller gelösten - und damit osmotisch wirksamen - Teilchen in einer Lösung, bezogen auf 1 Kilogramm Lösungsmittel.

Die Einheit der Osmolalität ist osm/kg oder osmol/kg.

2 Verwendung

In der Labormedizin wird die Osmolalität verschiedener Körperflüssigkeiten bestimmt, um eine Aussage über die Elektrolyt- und Wasserbilanz des Körpers machen zu können, z.B.:

Die Osmolalität von Flüssigkeiten wird häufig zueinander in Bezug gesetzt und dann grob qualitativ in drei Kategorien unterteilt:

  • hypoosmolal: Geringere Osmolalität als die Vergleichsflüssigkeit, also geringere Anzahl gelöster Teilchen pro Gewichtseinheit der Lösung
  • isoosmolal: Gleiche Osmolalität wie die Vergleichsflüssigkeit, also gleiche Anzahl gelöster Teilchen pro Gewichtseinheit der Lösung
  • hyperosmolal: Höhere Osmolalität als die Vergleichsflüssigkeit, also größere Anzahl gelöster Teilchen pro Gewichtseinheit der Lösung

3 Osmolalität vs. Osmolarität

Die Osmolalität ist eine temperaturunabhängige Größe, da sich die Anzahl der osmotisch wirksamen Teilchen auf die unveränderliche Masse des Lösungsmittels bezieht.

Im Gegensatz dazu gibt die Osmolarität die Konzentration aller osmotisch wirksamen Teilchen auf 1 Liter Lösungsmittel an - also bezogen auf das Volumen. Da sich das Volumen einer Lösung mit steigender oder sinkender Temperatur ändert, also temperaturabhängig ist, ist die Angabe der Osmolarität – wenn auch häufig verwendet – weniger akkurat.

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