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Nichtseminom

Synonym: nicht-seminomatöser Keimzelltumor, NSKT
Englisch: nonseminoma

1 Definition

Nichtseminome sind maligne Hodentumoren, die im Gegensatz zum Seminom nicht aus den Spermatogonien hervorgehen. Es ist somit eine Sammelbeizeichnung für alle malignen Keimzelltumoren, die keine Seminome sind.

Nach den Seminomen sind die Nichtseminome als Gesamtheit die zweithäufigsten Keimzelltumoren.

2 Einteilung

Die Nichtseminome können je nach Gewebeart weiter unterteilt werden:

2.1 Embryonales Karzinom

Das besonders bösartige embryonale Karzinom geht aus pluripotenten Stammzellen hervor und ist der zweithäufigste Keimzelltumor. Das mikroskopische Bild zeigt eine relativ homogene Struktur, jedoch mit einer ausgebreiteten Nekrose.

2.2 Teratom

Teratome bestehen aus Abkömmlingen aller drei Keimblätter. Bei der reifen Variante, die vermehrt im Kindesalter vorkommt, zeigt sich eine Gewebemischung, zusammengesetzt aus Haut, Knorpel, Muskulatur und Knochen. Zusätzlich findet man schwach differenziertes Nervengewebe bei der unreifen Form der Teratome. Zur Dignität der Teratome kann man sich auf das Alter des Patienten beziehen, denn im Kindesalter sind sie benigne, postpubertär jedoch bösartig.

2.3 Chorionkarzinom

Diese sehr bösartigen Neoplasien sind ausgesprochen selten. In der Histologie zeigen sie papilläre Wucherungen auf.

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