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Seminom

von lateinisch: semen - Samen

1 Definition

Ein Seminom ist ein maligner Keimzelltumor, der vom Hodengewebe - genauer gesagt von den Spermatogonien - ausgeht.

2 Epidemiologie

Ca. 45% aller Hoden-Keimzelltumore sind Seminome. Sie treten gehäuft zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr auf.

3 Symptome

Leitsymptom ist die schmerzlose, unilaterale Schwellung des Hodens. Etwa 15 % der Seminome weisen im Labor eine Beta-HCG-Erhöhung auf.

4 Morphologie

4.1 Makroskopisch

Das Seminom weist eine homogene Struktur und markige Konsistenz auf. Es präsentiert eine grauweißliche Schnittfläche.

4.2 Histologisch

Histologisch unterscheidet man drei Subtypen.

  • Klassisches Seminom: große runde Zellen mit hellem Zytoplasma, und Kernen, die grobscholliges Chromatin und deutliche Nukleolen zeigen.
  • Seminom mit Riesenzellen: 10-15% der Seminome weisen ß-Gonadotropin produzierende Riesenzellen auf. Im Serum ist ß-HCG erhöht.
  • Spermatozytäres Seminom: Kennzeichnet sich durch große, polymorphe Zellen und Riesenzellen. Es manifestiert sich gehäuft nach dem 40. Lebensjahr und metastasiert nicht.

5 Prognose

Die Prognose für das Seminom ist gut, da es meist strahlensensibel ist.

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Fachgebiete: Urologie

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