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Leydigzelltumor

Synonyme: Leydigzell-Hodentumor, Leydigzell-Tumor

1 Definition

Der Leydigzelltumor ist ein seltener hormonproduzierender Hodentumor, der von den Leydig-Zellen des Hodens ausgeht. Er gehört zu den Keimstrang- und Stromatumoren.

2 Epidemiologie

Leydigzelltumoren machen etwa 1-3% der Hodentumoren aus. Der Erkrankungsgipfel liegt im 6. Lebensjahrzehnt. Nur rund 25% der Fälle betreffen Kinder. 3% der Patienten weisen einen bilateralen Tumor auf.

3 Ätiologie

Die Ätiologie ist unklar. Eine Überstimulation des Hodens mit LH kann im Tierexperiment eine Tumorentstehung initiieren. Möglicherweise sind Mutationen, die einen konstitutiv aktivierten LH-Rezeptor (LHR) verursachen, auslösend.

4 Pathohistologie

Makroskopisch imponiert der Tumor als bräunlich-gelblicher Tumor. Mikroskopisch ist die Binnenstruktur aufgelöst, so das keine Tubuli seminiferi mehr nachweisbar sind. Hinweise auf eine Malignität sind:

5 Dignität

Bei Leydigzelltumoren handelt es sich in etwa 90% der Fälle um benigne Geschwülste, die auf den Hoden beschränkt sind. Das Risiko einer malignen Transformation mit Metastasierung steigt mit zunehmender Tumorgröße.

6 Pathophysiologie

Leydigzelltumoren produzieren das Geschlechtshormon Testosteron. Da sie das Enzym Aromatase exprimieren, kommt es darüber hinaus zu einer Östrogensekretion.

7 Symptome

8 Diagnostik

9 Therapie

Die Therapie besteht aus der operativen Entfernung des Hodens (Orchiektomie). Kleinere Tumoren können ggf. organerhaltend enukleiert werden. Die Dignität des Tumors sollte jedoch mit einer Schnellschnittuntersuchung bestätigt werden.

In Abhängigkeit vom Tumorstadium kommen ergänzend Chemotherapie und Bestrahlung zum Einsatz. Die Ansprechraten sind bei metastasierten Leydigzelltumoren meist unbefriedigend.

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Fachgebiete: Urologie

Diese Seite wurde zuletzt am 23. April 2021 um 16:41 Uhr bearbeitet.

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