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Iritis

Synonym: Iris-Entzündung, Regenbogenhautentzündung
Englisch: iritis

1 Definition

Als Iritis wird eine Entzündung der Regenbogenhaut (Iris) bezeichnet.

2 Ätiologie

Ätiologisch liegt zumeist eine nicht-entzündliche Genese bei bestehender Autoimmunerkrankung zu Grunde. Akute Krankheitsverläufe können insbesondere als Frühsymptom des Morbus Bechterew auftreten. Weitere assozierte Autoimmunerkrankungen sind:

Entzündliche Erkrankungsformen beruhen auf der Immunantwort des Körpers im Rahmen einer Infektionskrankheit durch

Der Pathomechanismus der Iritis ist bislang nicht geklärt.

3 Klinik

Das klinische Bild der Iritis umfasst

Entzündungsbedingt kommt es zu einem Übertritt entzündlichen Exsudates aus Lymphozyten-, Makrophagen, Eiter und Fibrin in die vordere Augenkammer (Hypopyon), die sichtdiagnostisch als Trübung imponiert.

3.1 Komplikationen

Komplikationen bestehen in

3.2 Verlauf

Iritiden können akut oder chronisch verlaufen, wobei die Komplikationsdichte bei chronischen Verläufen und akuten Schüben bzw. Krankheitsrezidiven im Rahmen von Autoimmunerkrankungen signifikant erhöht ist. Bei Involvierung des Ziliarkörpers (Corpus ciliare) spricht man auch von einer Iridozyklitis).

4 Diagnostik

Der Sichtbefund zeigt

Palpatorisch besteht eine starke Druckdolenz.

Die Diagnosesicherung erfolgt durch Nachweis des Hypopyon mittels Spaltlampenuntersuchung.

Bei schweren Verläufen ist eine Messung des Augeninnendrucks (Tonometrie) mit regelmäßiger Verlaufskontrolle erforderlich.

Zur Ursachenabklärung ist eine umfassende Labordiagnostik, sowie ggf. bildgebende Diagnostik (Morbus Bechterew, rheumatische Arthritis) erforderlich.

5 Therapie

Die Therapie beruht auf der lokalen Applikation cortisonhaltiger Salben und Mydriatika (Prophylaxe der Synechien). Bei schweren Verläufen ist eine systemische Kortikosteroidtherapie indiziert. Die Therapie der Grunderkrankung erfolgt ursachenabhängig (siehe dort).

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