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Kammerwinkel

Synonym: Angulus iridocornealis
Englisch: Space of Fonatana

1 Definition

Der Kammerwinkel oder Angulus iridocornealis ist eine Struktur im Auge, genauer in der vorderen Augenkammer, die von Cornea und Iris gebildet wird.

2 Funktion

Im Kammerwinkel liegt der Schlemm-Kanal oder Sinus venosus sclerae, über den das Kammerwasser abfließt.

3 Anatomie

Im Kammerwinkel lassen sich in vier Strukturen erkennen:

4 Klinik

Pathologische Veränderungen im Kammerwinkel können zu einer Erhöhung des Augeninnendruckes führen, die einen Nervenfaserverlust des Sehnerven (Glaukom) nach sich zieht.

Die ophthalmologische Untersuchung des Kammerwinkels erfolgt durch die Gonioskopie. Das Risiko für ein Glaukom ist wesentlich von der Weite des Kammerwinkels abhängig. Die Kammerwinkelweite wird in der Klinik meist durch die Einteilung nach Shaffer klassifiziert:

Grad Kammerwinkel Befund
0 Verschlossener Kammerwinkel; Iris und Korea stehen in direktem Kontakt
I ≤ 10° Extrem enger Kammerwinkel - nur die Schwalbe-Linie ist sichtbar; Verschluss sehr wahrscheinlich
II 11–20° Enger Kammerwinkel - Trabekelwerk sichtbar; Verschluss möglich
III 21–35° Offener Kammerwinkel - bis hin zum Skleralsporn einsehbar; Verschluss unwahrscheinlich
IV 36–45° Weit offener Kammerwinkel - Ziliarkörperband sichtbar; Verschluss sehr unwahrscheinlich

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