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Tonometrie

von altgriechisch: τόνος ("tónos") - Druck, Spannung und metron - Maß
Synonym: Augeninnendruckmessung

1 Definition

Als Tonometrie bezeichnet man in der Augenheilkunde die Messung des Augeninnendrucks. Das dieser Untersuchung zugeordnete Medizingerät heißt Tonometer.

2 Hintergrund

Der Augeninnendruck ist ein wichtiges diagnostisches Kriterium für die Erkennung bestimmter Glaukomformen.

3 Verfahren

3.1 Applanationstonometrie

Die Applanationstonometrie nach Goldmann misst am genauesten und wird deshalb routinemäßig verwendet. Sie basiert auf Imbert-Fick-Prinzip, welches besagt, dass der Druck in einer Kugel der Kraft gleicht, die erforderlich ist, um ihre Oberfläche abzuflachen, geteilt durch das abgeflachte (applantierte) Areal. Der Durchmesser des Goldmann-Messköpfchens entspricht einem Hornhaut-Flächendurchmesser von 3,06 mm. Diese Methode erfordert eine Tropfanästhesie und ist von der zentralen Hornhautdicke abhängig.

3.2 Dynamische Konturtonometrie

Die dynamische Konturtonometrie basiert ebenfalls auf dem Applanations-Prinzip. Hier wird der Augeninnendruck durch ein modifiziertes Tonometer-Prisma (Drucksensor) gemessen und ist von der zentralen Hornhautdicke weitgehend unabhängig.

3.3 Non-Contact-Tonometrie

Bei der Non-Contact-Tonometrie (NCT) wird Anstelle des Messköpfchens (Prisma) die zentrale Hornhaut kurz mit einem Luftimpuls applaniert.

3.4 Weitere Methoden

Diese Seite wurde zuletzt am 20. April 2015 um 12:11 Uhr bearbeitet.

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