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Applanationstonometrie

Englisch: applanation tonometry

1 Definition

Bei der Applanationstonometrie handelt es sich um eine Methode zur Messung des Augeninnendrucks (Tonometrie). Die am weitesten verbreitete Form ist die Applanationstonometrie nach Goldmann.

2 Prinzip

Die Messung wird mit einer Spaltlampe mit blauem Licht am sitzenden Patienten durchgeführt. Zunächst wird mit einem Lokalanästhetikum eine Oberflächenanästhesie des Auges erzielt. Anschließend wird eine Fluoresceinlösung eingetropft.

Die Messung erfolgt direkt zentral auf der Hornhaut mit einem beweglich gelagerten Messköpfchen des Tonometers, das an einer Federwaage befestigt ist. Der Augendruck des Patienten wirkt als Gegendruck und verdrängt das Tonometer-Köpfchen nach hinten.

Durch Messung der Kraft, die nötig ist, um die Hornhaut in einer bestimmten Fläche (Durchmesser 3,06 mm) zu applanieren, d.h. einzudrücken, kann man den Augeninnendruck ablesen. Durch das Okular der Spaltlampe sind dabei zwei gegeneinander verschobene Halbkreise sichtbar, die sich am Innenrand berühren.

Es ist darauf zu achten, dass nicht zu viel Druck auf das Auge ausgeübt wird und die richtige Menge an Farbstoff verwendet wird.

3 Alternative Methoden

Weitere Methoden zur Messung des Augeninnendrucks sind die Non-Contact-Tonometrie (NCT) und die heute nur noch selten eingesetzte Indentationstonometrie nach Schiötz. Als orientierende Maßnahme kommt ferner die einfache Bulbuspalpation in Frage. Diese Methoden sind jedoch ungenauer als die Applanationstonometrie.

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