Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
Bearbeiten

Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind auf der Suche nach Schnee in Richtung Nordpol gefahren. Deswegen steht das Flexikon vom 14.12. bis 10.01.2019 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 10. Januar könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Zeit mit der Familie! Wir wünschen euch fröhliche Feiertage!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Merkelzellkarzinom

(Weitergeleitet von Trabekuläres Karzinom)

Synonyme: Trabekuläres Karzinom, kutanes neuroendokrines Karzinom

1 Definition

Merkelzellkarzinome, kurz MCC, sind seltene, primäre, maligne Tumoren der Haut. Der Name beruht auf der usprünglichen Vermutung, dass die Tumoren aus den Merkelzellen entstehen. Nach aktuellem Stand (2016) ist der genaue Ursprung des Karzinoms aber nicht bekannt.

2 Epidemiologie

Die Inzidenz des Merkelzellkarzinoms liegt bei 0,4/100.000/Jahr und ist steigend.

3 Histologie

Merkelzellkarzinome treten bevorzugt an Kopf, Nacken und den Extremitäten auf. Sie erscheinen als solide, kugelige, rötlich-violette, dermale Tumoren mit einem Durchmesser von weniger als 2 cm, die sich bis ins subkutane Fettgewebe ausweiten können. Sie haben neuroendokrinen Charakter und bestehen aus kleinen, runden bis ovalen Zellen mit wenig amphophilen Zytoplasma und multiplen Nucleoli. Ultrastrukturell sind neuroendokrine Granula charakteristisch. Die Stadieneinteilung erfolgt nach der TNM-Klassifikation.

4 Ursache

Die Ätiologie des Merkelzellkarzinoms ist nicht vollständig verstanden. In vielen Erkrankten kann in den Tumorzellen die DNA-Integration des Merkelzell-Polyomavirus nachgewiesen werden, so dass eine Infektion mit dem Virus als Hauptursache gilt. Weitere Risikofaktoren sind vermehrte UV-Einstrahlung, eine Immunsuppression (z.B. im Rahmen einer HIV-Infektion oder nach Organtransplantation) und eine chronisch erhöhte Aufnahme von Arsen.

5 Therapie

Der Primärtumor sollte chirurgisch entfernt werden. Durch die hohe Rezidivrate wird ein Sicherheitsabstand von 2 cm um den Tumor empfohlen. Eine adjuvante Strahlentherapie wird grundsätzlich empfohlen, da eine lymphogene Metastasierung häufig auftritt.

6 Quelle

Fachgebiete: Dermatologie, Onkologie

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.
2 Wertungen (3.5 ø)

11.682 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
Copyright ©2018 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: