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Fettabsaugung

(Weitergeleitet von Liposuktion)

Synonyme: Fettgewebsabsaugung, Liposuktion
Englisch: liposuction

1 Definition

Die Fettabsaugung ist eine Methode, die in der plastischen Chirurgie bzw. in der so genannten "Schönheitschirurgie" angewendet wird, um das Fettgewebe in bestimmten Körperpartien zu reduzieren und dadurch die sichtbare Körperkontur einer ästhetischen Idealvorstellung anzupassen.

2 Anwendungszonen

Die Fettabsaugung wird in erster Linie in "Problemzonen" eingesetzt (z.B. Bauch, Gesäß, Oberschenkel), an denen der Patient trotz Diät und Sport nicht so abnehmen kann, dass die aus seiner Sicht ästhetische Körperproportion erreicht wird.

3 Methoden

Eine Fettabsaugung kann in Vollnarkose oder mit einer Regionalanästhesie (z.B. Tumeszenzanästhesie) durchgeführt werden. Es werden sehr verschiedene Verfahren eingesetzt, die sich vor allem hinsichtlich der eingesetzten Kanülen und der damit verbundenen Methodik zur Lösung der Fettzellen im Gewebe unterscheiden, z.B.:

4 Behandlungsablauf

Der Behandlungsablauf kann sich je nach der eingesetzten Methode geringfügig unterscheiden. Die allen Verfahren gemeinsamen Schritte sind:

  • Anzeichnen der Areale
  • Hautinzsion
  • Einführen der Kanüle
  • Absaugung

Nach dem Einführen durch die Hautinzision wird die Kanüle im Fettgewebe fächerförmig vor- und zurückgezogen und die Fettzellen dadurch mechanisch aus ihrem Verbund gelöst. Die Absaugung im betroffenen Abschnitt sollte möglichst gleichmäßig und in einer Schicht erfolgen, um eine Stufenbildung oder Assymetrien zu vermeiden.

5 Anschlussbehandlung

Die Nachbehandlung umfasst eine gleichmäßige Dauerkompression des behandelten Körperbezirks mittels Verband, Mieder oder Gurten. Damit werden die Haut und das subkutane Gewebe in die Position gebracht, in der sie anheilen sollen. Man spricht hier auch von einer "Modellierung" des Gewebes. Je nach Ausdehnung und Areal muss man von einer Nachbehandlungsdauer von 2-3 Wochen mit ständiger Kompression und anschließenden 2-3 Wochen mit teilweiser Kompression ausgehen.

6 Risiken

Je nach Areal, Methode (und Arzt) bestehen unterschiedliche Risiken.

6.1 Geweberetraktionen

Der häufigste Fehler bei der Fettabsaugung besteht darin, zu viel oder zu ungleichmäßig abzusaugen. Im Anschluss an den Heilungsprozess kommt es dann zur Ausbildung narbiger Einziehungen, die sich als Dellen bzw. Furchen bemerkbar machen und eine Verschlechterung des kosmetischen Ergebnisses bedeuten.

6.2 Pigmentierungen

In Einzelfällen kann es zu einer Hyperpigmentierung mit Braunfärbung der Haut über dem Absaugareal kommen. Dieses Phänomen kommt zustande, wenn nach der Behandlung UV-Strahlung auf die (noch gereizte) Haut über der Absaugung trifft, oder trophische Störungen der Haut vorliegen.

6.3 Thrombose

Bei Absaugung zwischen Unterbauch und Knöchel besteht ein erhöhte Thrombosebereitschaft und damit ein erhöhtes Risiko für eine Lungenembolie. Eine Thromboseprophylaxe mit Heparin und die schnelle Mobilisierung nach dem Eingriff senken diese Risiken.

6.4 Blutungen

Durch die Absaugkanülen kann es zur Zerreissung von Blutgefäßen kommen, die zur Bildung ausgehnter Hämatome führt. Die Verwendung von Vasokonstriktiva in der Tumeszenzlösung und die anschliessende Kompressionsbehandlung kann das Risiko von Blutungen verringern.

6.5 Infektion

Durch die Verschleppung von Bakterien in das Unterhautgewebe besteht das Risiko von Infektionen. Eine präventive Gabe von Antibiotika während oder unmittelbar nach der Operation verringert das Infektionsrisiko.

6.6 Sonstige

Ein Sekretaustritt an den Inzisionsstellen ist für 1-3 Tage normal. Narbenbildung tritt im Bereich der Inzisionen auf. Hautnekrosen werden v.a. bei der Verwendung von Ultraschallkanülen beobachtet.

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