Vom 13. bis 26. Juni steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Tumeszenzanästhesie

von lateinisch: tumescere - aufblähen

1 Definition

Die Tumeszenzanästhesie ist eine Form der Lokalanästhesie. Die Anästhesie wird dadurch erzielt, dass in das Unterhautfettgewebe eine Tumeszenzlösung injiziert wird, die ein Lokalanästhetikum enthält.

2 Durchführung

Die Tumeszenzlösung wird mit Druck zwischen die Gewebeschichten der Unterhaut gespritzt, bis ein beträchtliches Reservoir unter der Haut deponiert ist.

Nach einer Einwirkzeit von ca. 20 Minuten besteht eine ausreichende Anästhesie, falls die Gewebeschichten gelöst werden sollen, sind Einwirkzeiten von über 60 Minuten einzuhalten.

3 Einsatzgebiete

Die Tumeszenzanästhesie wird derzeit (2005) immer häufiger eingesetzt um lokal begrenzte Eingriffe in örtlicher Betäubung durchzuführen, für die man früher eine Vollnarkose oder Periduralanästhesie benötigte.

Hierdurch spart man das Narkoserisiko, ehemals stationäre Aufenthalte können entfallen.

Weit verbreitet ist der Einsatz der Tumeszenzanästhesie in der ästhetischen Medizin, z.B. bei Fettabsaugung, Facelift und Varizen-Operationen.

3.1 Vorteile

  • Bessere Platzverhältnisse: Durch das Einbringen größerer Mengen von Flüssigkeit wird das Gewebe gedehnt, bei der Fettabsaugung lösen sich so beispielsweise die Fettzellen aus ihrem Verbund.
  • Gute Anästhesie: Durch das lokal begrenzte Einbringen von Lokalanästhetika resultiert eine langanhaltende Anästhesie.
  • Geringes Blutungsrisiko: Durch den Zusatz von Vasokonstriktoren wird die Durchblutung der betroffenen Gebiete gedrosselt, das Blutungsrisiko wird dadurch reduziert.
  • Antiseptik: Als positiver Nebeneffekt der verwendeten Tumeszenzlösungen ist deren antiseptische Wirkung zu nennen.

Diese Seite wurde zuletzt am 18. November 2013 um 11:29 Uhr bearbeitet.

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