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MDMA

Synonyme: 3,4-Methylendioxy-N-methylamphetamin, Methylendioxymethylamphetamin, Adam, Molly

1 Definition

MDMA ist ein Suchtmittel aus der Gruppe der Amphetamine. Es wird häufig auch fälschlich als Ecstasy bezeichnet, das neben MDMA auch noch andere Stoffe enthalten kann.

2 Wirkmechanismus

MDMA gilt als indirektes Sympathomimetikum. Noradrenalin und Dopamin werden durch MDMA vermehrt aus den präsynaptischen Vesikeln freigesetzt und deren Wiederaufnahme und Abbau gehemmt (Monoaminoxidasehemmer). Durch intrinsische Aktivität werden auch adrenerge und Serotoninrezeptoren aktiviert. MDMA steigert die Serotoninausschüttung, hemmt die Serotonin-Wiederaufnahme durch Besetzung des Carrier-Moleküls und vermindert gleichzeitig den Serotonin-Abbau. Die Wirkung setzt innerhalb von 15-20 Minuten ein und hält bis zu 6 Stunden lang an. Aufgrund der massiven Entleerung der neuronalen Katecholamin- und Serotoninspeicher kommt es nach dem Rauschzustand zu schweren, anhaltenden depressiven Erschöpfungszuständen.

3 Symptome bei MDMA-Ingestion

4 Pharmakokinetik

Die Resorption von MDMA findet im Magen-Darm-Trakt innerhalb der ersten 2 Stunden nach Ingestion statt. Alle Amphetamine gelangen über die Blutbahn ins ZNS.

Die Metabolisierung von MDMA erfolgt hepatisch über O-Demethylierung, die teilweise Cytochrom P450-katalysiert ist (insbesondere CYP2D6), und über Catechol-O-Methyltransferase (COMT)-katalysierte Methylierung. Anschließend werden die Metabolite mit Glucuronsäure und/oder Sulfat konjugiert. Die Ausscheidung der Metabolite erfolgt renal.

Zusätzlich wird MDMA über N-Dealkylierung zum ebenfalls psychoaktiven MDA (3,4-Methylenedioxyamphetamine) abgebaut, das in weiteren Schritten ähnlich wie MDMA verstoffwechselt wird.[1]

5 Wechselwirkungen

MDMA ist ein Inhibitor der CYP450-Enzyme (z.B. CYP2D6), wodurch es zu Arnzeimittelinteraktionen kommen kann. Die CYP2D6-Enzymaktivität ist bis zu 10 Tage beeinträchtigt.[2]

6 Therapie

Durch Ansäuern des Urins kann die Ausscheidung von MDMA erhöht werden. Bei akuten psychotischen Zustandsbildern hat sich der Einsatz von dämpfenden Neuroleptika bewährt.

siehe auch: Ecstasy-Intoxikation

7 Rechtsstatus

MDMA wird in Deutschland seit 1986 in Anlage I des Betäubungsmittelgesetzes geführt. Somit ist es nicht verkehrsfähig und nicht verordnungsfähig.

8 Quellen

  1. de la Torre et al. Human pharmacology of MDMA: pharmacokinetics, metabolism, and disposition. Ther Drug Monit 2004; 26(2):137-44.
  2. de la Torre et al. MDMA, methamphetamine, and CYP2D6 pharmacogenetics: what is clinically relevant? Front Genet 2012; 12;3:235.

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