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Ecstasy

Synonym: XTC

1 Definition

Ecstasy ist eine sogenannte Partydroge und stellt ein Gemisch aus verschiedenen Amphetaminderivaten dar. Grundsubstanz für die Herstellung dieser Substanz ist meist MDMA – ein Wirkstoff, der in den 1960er Jahren als Appetitzügler auf den Markt kam. Ecstasy wird häufig im Rahmen von Partys konsumiert. Beliebter Ort für den Verkauf und Konsum sind Clubs.

2 Zusammensetzung

Wie erwähnt stellt das Amphetamin MDMA (3,4-Methylendioxy-N-methylamphetamin) die Grundsubstanz von Ecstasy dar. Die Droge enthält aber noch eine ganze Reihe weiterer chemischer Verbindungen. Bisweilen unterscheiden sich verschiedene Präparate von unterschiedlichen Herstellungen in ihrer genauen Zusammensetzung. Als häufig gilt jedoch folgende Mischung:

Als Trägersubstanzen wird i. d. R. auf folgende Verbindungen zurückgegriffen:

3 Anwendung

Oral als Tablette.

4 Wirkungen

5 Nebenwirkungen

6 Toxikologie

Da es sich bei Ecstasy nicht um eine einheitliche, chemisch definierte Substanz handelt, besteht die Gefahr von Mischintoxikationen durch mehrere Substanzen. Da er die genaue Zusammensetzung der eingenommenen Substanzen nicht kennt, besteht ein großes Risiko für den Patienten. Ursächlich für die toxischen Wirkungen von MDMA sind serotonerge und dopaminerge Wirkungen sowie eine periphere und zentrale Sympathikusaktivierung. Die toxische Dosis ist individuell variabel. Todesfälle sind bekannt. Dabei kam es zu einem Leberversagen und/oder Dehydratation und Erschöpfung. Mit steigender Dosis nehmen die Nebenwirkungen zu. Es kann zu schweren Leberschäden, Rhabdomyolyse, Tachykardie und Tod durch Herzstillstand sowie zu psychotischen Symptomen kommen.

6.1 Therapie der Ecstasy-Intoxikation

Bei Einnahme größerer Mengen - etwa in suizidaler Absicht - Gabe von Aktivkohle und Natriumsulfat. Bei Nierenversagen kann eine Hämodialyse durchgeführt werden. Zwecks Vorbeugung von Krämpfen können Benzodiazepine, z.B. Diazepam zu 10 mg intravenös, appliziert werden. Gegen psychotische Symptome und Erregungszustände kann ein potentes Neuroleptikum, etwa Haloperidol zu 5-10 mg intramuskulär, gegeben werden. Wichtig ist weiterhin die Zufuhr von ausreichend Flüssigkeit.

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