Infusionsreaktion
Definition
Als Infusionsreaktion bezeichnet man das Auftreten unerwünschter klinischer Symptome im zeitlichen Zusammenhang mit der intravenösen Infusion von Arzneimitteln oder Blutprodukten. Die Reaktionen können immunologisch oder nicht-immunologisch bedingt sein und variieren stark in Schwere und Symptomatik.
Ätiologie
Infusionsreaktionen entstehen entweder durch immunologische Mechanismen (z.B. IgE-vermittelte allergische Reaktionen, Zytokinfreisetzung) oder durch nicht-immunologische Effekte, etwa direkte pharmakologische Wirkungen, Freisetzung von Mediatoren oder osmotische und vasomotorische Reize. Auch Infusionsgeschwindigkeit, Dosis und Vorerkrankungen spielen eine Rolle.
Klinik
Das klinische Spektrum reicht von milden Symptomen wie Flush, Übelkeit, Kopfschmerzen oder Myalgien bis hin zu schweren Verläufen mit Hypotonie, Bronchospasmus oder Kreislaufversagen. Der zeitliche Beginn ist meist während oder kurz nach der Infusion.
Beispiele
Therapie
Die Behandlung richtet sich nach Schweregrad und Ursache. In leichten Fällen genügt eine Pausierung oder Verlangsamung der Infusion. Bei schweren Reaktionen sind Notfallmaßnahmen erforderlich.