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Ofatumumab

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Synonym: anti-CD20 mAB
Handelsname: Arzerra®

1 Definition

Ofatumumab ist ein humaner monoklonaler Antikörper (IgG1), der zur Behandlung der chronisch lymphatischen Leukämie (CLL) verwendet wird.

2 Wirkmechanismus

Ofatumumab bindet spezifisch an das Rezeptorprotein CD20 auf der Zellmembran der B-Lymphozyten. Dadurch wird eine zytotoxische Reaktion ausgelöst, die zu einer Apoptose und Lyse der Zellen führt. Ofatumumab wirkt auch bei Zellen, die gegen Rituximab resistent sind.

3 Indikationen

  • Nicht vorbehandelte CLL: Ofatumumab ist in Kombination mit Chlorambucil oder Bendamustin für die Behandlung von therapienaiven Patienten mit CLL indiziert, die nicht für eine Fludarabin-basierte Therapie geeignet sind.
  • Vorbehandelte CLL: Ofatumumab ist zur Behandlung von Patienten mit einer chronisch lymphatischen Leukämie zugelassen, die refraktär auf Fludarabin und Alemtuzumab reagieren.

4 Anwendung

Ofatumumab wird als Infusion verabreicht.

5 Vorsichtsmaßnahmen

Wegen der Gefahr schwerer Infusionsreaktionen wird 0,5 bis 2 Stunden vor Therapiebeginn eine Prämedikation mit 1.000 mg Paracetamol p.o., einem Antihistaminikum i.v. oder p.o. (z.B. 50 mg Diphenhydramin) und einem Glukokortikoid i.v. (z.B. 100 mg Prednisolon oder Äquivalent) durchgeführt.

Darüber hinaus kann Ofatumumab bei Patienten mit CLL ein Tumorlysesyndrom (TLS) auslösen. Risikofaktoren für ein Tumorlysesyndrom sind hohe Tumorlast, hohe Konzentrationen zirkulierender Zellen (≥ 25.000/mm3), Hypovolämie, Niereninsuffizienz, erhöhte Harnsäurewerte vor Beginn der Behandlung sowie erhöhte Laktatdehydrogenase-Werte.

Bei Patienten, die mit Ofatumumab behandelt wurden, kam es zum Ausbruch oder zur Reaktivierung von HBV-Infektionen, die in einigen Fällen zu einer fulminant verlaufenden Hepatitis mit tödlichem Leberversagen geführt haben.

6 Nebenwirkungen

Unerwünschte Wirkungen sind häufig. Im Vordergrund steht die Gefahr tödlich verlaufender, schwerer Infektionen, die durch die immunsuppressive Wirkung von Ofatumumab ausgelöst werden. Weitere mögliche Nebenwirkungen sind:

Fachgebiete: Pharmakologie

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