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Katheterlyse

Englisch: catheter lysis, catheter-directed thrombolysis

1 Definition

Die Katheterlyse ist ein in der Angiologie, Gefäßchirurgie oder Kardiologie angewandtes Verfahren zur lokalen Lyse thromboembolischer Gefäßverschlüsse. Nach angiographischer Darstellung des obliterierten Gefäßes wird mit Hilfe eines Lysekatheters ein Fibrinolytikum in den Thrombus eingespritzt.

2 Indikation

Indikation des Verfahrens sind akute und subakute Gefäßverschlüsse.

Hierzu zählen u.a.:

Die Applikation des Medikaments erfolgt meistens intraarteriell, weshalb die Katheterlyse häufig auch als intraarterielle Lyse bezeichnet wird. Eine lokale intravenöse Gabe wird mittlerweile bei der Phlebothrombose als Therapieoption angesehen.[1]

Vorteile der Katheterlyse gegenüber der systemischen Thrombolyse sind weniger systemische Blutungskomplikationen und eine effektivere Lyse durch lokal stark erhöhte Konzentrationen des Fibrinolytikum.

Die Katherlyse ist nicht zu verwechseln mit der Embolektomie, bei der ebenfalls ein Katheter in das betroffene Gefäß einbebracht wird, die Auflösung des Thromus allerdings rein mechanisch erfolgt.

3 Quellen

  1. Enden et al. Long-term outcome after additional catheter-directed thrombolysis versus standard treatment for acute iliofemoral deep vein thrombosis (the CaVenT study): a randomised controlled trial. Lancet, 2012

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