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Epidermoid

Synonym: Epidermoidtumor
Englisch: epidermoid

1 Definition

Epidermoide sind embryonal angelegte Tumoren des ZNS. Sie gehören zu den wichtigsten Tumoren bei Raumforderungen im Kleinhirnbrückenwinkel.

2 Epidemiologie

Epidermoide sind selten. Männer und Frauen sind etwa gleich häufig betroffen. Die große Mehrzahl der Patienten erkrankt zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr.

3 Histologie

Epidermoide sind keine Neoplasien. Sie sind angeborene Fehlbildungen, bei denen es sich um versprengte Anwachsungen ektodermaler Zellen handelt. Die Raumforderungen zeigen sie ein lineares Wachstum, wohingegen Neoplasien ein exponentielles Wachstum zeigen.

4 Klinik

Betroffene haben typische Lokalsymptome:

5 Diagnostik

Im CT erscheine Epidermoidtumoren nicht kontrastmittelaufnehmend, sondern hypodens. Sie können das umliegende Hirngewebe umwachsen. Epidermoide weisen im MRT eine ähnliche Signalintensität wie Liquor auf. Deshalb kann man sie mit vergrößerten Zisternen verwechseln. Zur Differentialdiagnose werden DWI-Sequenzen herangezogen, in der Epidermoid hell und Liquor dunkel erscheinen.

6 Therapie

Therapie der Wahl ist Exstirpation, d.h. das vollständige operative Entfernen des Tumorgewebes. Hierbei sollte man darauf achten, dass vorhandene Zysten nicht rupturieren. Diese Komplikation kann nach der Operation zu einer Meningitis führen (Mollaret-Meningitis).

Die Resektion gelingt in ca. 75% der Fälle. Dabei wird in der Regel die Tumorkapsel belassen, da sie sehr eng am Hirnstamm anliegt.

7 Prognose

Ein Großteil der Patienten kann durch die Operation geheilt werden.

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Fachgebiete: Neurologie

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