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Hals

Synonyme: Collum, Cervix, Zervix
Englisch: neck

1 Definition

Der Hals ist der Teil des menschlichen Körpers, der den Kopf und den Rumpf verbindet.

2 Anatomie

2.1 Überblick

Durch den Hals verlaufen verschiedene Schichten von Halsmuskeln, welche die Statik und aktive Bewegung des Kopfes sicherstellen. Darüber hinaus enthält er lebenswichtige Verbindungs- und Versorgungsstrukturen, die der Nahrungsaufnahme (Ösophagus), dem Gasaustausch (Larynx, Trachea), der arteriellen und venösen Blutversorgung (Arteria carotis, Vena jugularis interna) und dem Informationsaustausch (Rückenmark, Plexus cervicalis, Halsnerven) dienen. Mit den Stimmlippen (Plicae vocales) enthält der Hals auch die Organstrukturen, die für die Stimmbildung erforderlich sind.

Außerdem findet man im Halsbereich vor dem Kehlkopf die Schilddrüse (Glandula thyreoidea) und die Nebenschilddrüsen (Glandulae parathyroideae).

2.2 Topografie

Der Hals wird kranial durch die Verbindungslinie vom Unterrand der Mandibula zum Processus mastoideus sowie durch die Linea nuchae superior des Os occipitale begrenzt. Die kaudale Begrenzung bildet die Verbindungslinie vom Manubrium sterni über die Clavicula und das Acromion des Schulterblatts nach dorsal zum Dornfortsatz des 7. Halswirbels.

Der Hals lässt sich grob in den vorderen und seitlichen Halsbereich sowie den dorsal gelegenen Nacken einteilen. Eine differenziertere Betrachtung ermöglichen die anatomischen Halsregionen, die Regiones cervicales bzw. Regiones colli. Sie erleichtern es, die Topographie (Lage) von Strukturen oder pathologischen Veränderungen relativ genau zu beschreiben.

 Lateinisch  Deutsch
Regio cervicalis anterior vordere Halsregion
   Trigonum submandibulare Submandibulardreieck
   Trigonum submentale Mundbodendreieck
   Trigonum caroticum Carotisdreieck
   Trigonum omotracheale Omotrachealdreieck
Regio sternocleidomastoidea Sternocleidomastoideusregion
   Fossa supraclavicularis minor kleine Schlüsselbeingrube
Regio cervicalis lateralis seitliche Halsregion
   Trigonum omotrapezoideum Omotrapezoiddreieck
   Trigonum omoclaviculare Omoclaviculardreieck
   Fossa supraclavicularis major große Schlüsselbeingrube
Regio cervicalis posterior (Regio nuchae) hintere Halsregion (Nackenregion)

2.3 Knochen

Die knöcherne Grundlage des Halses bildet die Halswirbelsäule, die aus insgesamt 7 anatomisch teilweise recht unterschiedlich ausgeformten Halswirbeln besteht, unter denen besonders der 1. Halswirbel (Atlas) und der 2. Halswirbel (Axis) besonders hervorstechen.

2.4 Organe

Die Organe, die im Hals lokalisiert sind, werden auch als Halseingeweide bezeichnet. Dazu zählen:

Der Rachen und Ösophagus dienen der Weiterleitung des Nahrungsbreis aus der Mundhöhle in den Magen, während die Trachea die Atemluft in die Lunge leitet. Der Kehlkopf sorgt für eine Koordination und Trennung beider Strukturen sowie für die Stimmbildung. Die vor dem Kehlkopf gelegene Schilddrüse produziert die Schilddrüsenhormone T3 und T4, die eine zentrale Bedeutung für die Steuerung des Stoffwechsels haben.

2.5 Muskulatur

Die Statik und Bewegung des Halses wird durch die verschiedenen Schichten der Halsmuskulatur, sowie im dorsalen Bereich durch die Nackenmuskulatur gewährleistet.

2.6 Faszien

Die Weichteile des Halses sind von einem mehrschichtigen Fasziensystem, den Halsfaszien, umgeben. Man unterscheidet eine oberflächliche, eine mittlere und eine tiefe Halsfaszie. Zusätzlich werden die großen Halsgefäße noch von einer eigenen Faszie, der Vagina carotica, umgeben.

2.7 Wichtige Leitungsbahnen

Der Hals beherbergt große Teile der Trachea und des Ösophagus sowie weitere wichtige anatomische Leitungsbahnen, u.a.:

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Fachgebiete: Kopf und Hals

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