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Epidermis

Synonym: Oberhaut
Englisch: epidermis

1 Definition

Die Epidermis ist die oberste, verhornende Epithelschicht der Haut (Integumentum commune). Sie enthält zwar Nerven, jedoch keine Gefäße, da sie über den subepidermalen Gefäßplexus mit Blut versorgt wird.

2 Histologie

Die Epidermis ist aus einem mehrschichtigen, verhornenden Plattenepithel aufgebaut, das sich in mehrere Abschnitte gliedern lässt:

Die Epidermis besteht zu über 90% aus einer speziellen Zellart, den so genannten Keratinozyten. Sie sind die eigentlichen Epidermiszellen und werden durch spezielle Verbundstrukturen, die Desmosomen, zusammengehalten. Die tiefste Zelllage (Basalzellen) ist an der Basalmembran mit Hilfe von Hemidesmosomen befestigt.

Den Grenzbereich zwischen der Epidermis und der darunterliegenden Dermis nennt man dermoepidermale Junktionszone.

3 Physiologie

Die gesunde Epidermis bildet durch ihren dichten Zellverbund eine für Mikroorganismen normalerweise nicht überwindbare Barriere und erfüllt damit eine wichtige Schutzfunktion. Darüber hinaus ist sie in der Lage, sich durch verstärkte Verhornung funktionell an eine verstärkte mechanische Beanspruchung anzupassen. Die Dicke der Epidermis ist deshalb sehr variabel: Im Bereich der Augenlider beträgt sie nur 0,05 mm, im Bereich der Fußsohlen bis zu 2 mm oder mehr.

4 Klinik

Eine durch Reepithelialisierung nach einem Gewebeverlust neu gebildete Epidermis nennt man Neoepidermis.

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