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Mukormykose

1 Definition

Die Mukormykose ist eine häufig fulminant verlaufende Pilzinfektion, die durch Pilze der Zygomyceten-Familie hervorgerufen wird, die normalerweise als Saprophyten vorkommen. Häufig sind dabei Pilze aus der Gattung Rhizopus beteiligt.

2 Klinik

Eine gefürchtete Form der Mukormykose ist die rhinozerebrale Verlaufsform, bei der die Pilze über die Nasennebenhöhlen Anschluss an das Gehirn finden. Diese Verlaufsform wird häufig bei Diabetes mellitus mit Ketoazidose beobachtet, bei denen die Patienten komatös sind. In fortgeschrittenen Fällen wird eine Proptosis beider Augen auffällig, da sich die Erkrankung über die Augenhöhlen und den Apex orbitae bis in das Gehirn ausbreitet.

Die Erkrankung kann sich fulminant innerhalb von Stunden mit starken Gewebezerfall entwickeln. Wenn einmal Anschluss an das Zentralnervensystem erreicht ist, ist der weitere Verlauf in der Regel letal.

3 Therapie

Invasive Pilzerkrankungen stellen eine lebensbedrohliche Situation dar, wenn der Fortgang nicht gestoppt werden kann. Primär hat daher chirurgisch die radikale Ausräumung zu erfolgen. Ergänzt wird sie durch eine lang dauernde systemische Behandlung mit einem Antimykotikum wie Amphotericin B. Nur bei konsequenter Therapie hat der von einer solchen Pilzinfektion befallene Patient eine Überlebenschance.

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