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Hypochrome mikrozytäre Anämie

(Weitergeleitet von Hypochrome Anämie)

Synonym: mikrozytäre hypochrome Anämie

1 Definition

Eine hypochrome mikrozytäre Anämie ist eine Form der Anämie, bei welcher der mittlere korpuskuläre Hämoglobingehalt (MCH) und das mittlere korpuskuläre Volumen (MCV) vermindert ist. Die Erythrozyten erscheinen im Blutbild schwach gefärbt (hypochrom) und zu klein.

2 Ätiologie

Die häufigste Ursache für die Entstehung einer hypochromen mikrozytären Anämie ist die Eisenmangelanämie.

Weitere möglichen Ursachen sind:

3 Labor

Per definitionem zeigt sich neben einer Verminderung der Hämoglobinkonzentration im Blut (Anämie) eine Reduktion des MCH (hypochrom) sowie des MCV (mikrozytär).

4 Differenzialdiagnostik

Anämieform Besonderheiten Labor
Eisenmangelanämie Blutverlust, Schwangerschaft, Malabsorption, Ernährung
Anämie bei chronischer Erkrankung chronische Infektion, Entzündung, Neoplasie
Hypersiderinämische Anämie
  • Transferrinsättigung: ↑
  • Serumeisen: ↑
  • Ferritin: ↑
Myelodysplastisches Syndrom Knochenmarkpunktion, Ringsideroblasten
  • Ferritin: normal bis ↑
  • Transferrin: normal bis ↓
  • sTfR: ↓
  • Bi- oder Panzytopenie
Thalassämie Hämoglobinelektrophorese, Targetzellen
  • Erythrozytenverteilungsbreite normal
  • Ferritin: normal bis ↑
  • Transferrin: normal bis ↓
  • Transferrinsättigung: ↑
  • sTfR: ↑
  • Hämolyseparameter
  • Mentzer-Index: < 13
Eiweißmangel
  • Serumeisen: normal
  • Gesamteiweiß ↓
Bleiintoxikation basophile Tüpfelung der Erythrozyten

Diese Seite wurde zuletzt am 8. Februar 2021 um 22:09 Uhr bearbeitet.

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