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MCV

Abkürzung für: Mean Corpuscular Volume
Synonyme: mittleres korpuskuläres Volumen, durchschnittliches Erythrozytenvolumen

1 Definition

Als MCV oder mittleres korpuskuläres Volumen bezeichnet man das durchschnittliche Volumen der einzelnen Erythrozyten. Das MCV gehört zu den Erythrozytenindices, es lässt sich aus dem Hämatokrit und der Erythrozytenzahl im Blut nach folgender Formel berechnen:

  • MCV = Hämatokrit / Erythrozytenzahl

Bei den meisten modernen Hämatologiegeräten wird dieser Parameter allerdings nicht mehr berechnet, sondern direkt gemessen, entweder als Impedanzänderung (Coulter-Prinzip) oder als Funktion der Lichtbrechung der Erythrozyten (Durchflusszytometrie). Die Ergebnisse sind methodenabhängig.

2 Referenzbereich

Das Volumen eines Erythrozyten beträgt unter physiologischen Bedingungen etwa

Ausschlaggebend ist der vom Labor angegebene Referenzbereich.

3 Präanalytik

Bei Messung aus älteren Blutproben wird das MCV höher, da die Blutzellen mit der Zeit (im Bereich von Stunden) aufquellen.

4 Beziehungen

Rechnerisch steht dieser Marker im Zusammenhang mit zwei weiteren Parametern:

Der Zusammenhang ist durch die Beziehung

  • MCV = MCH / MCHC

gegeben. Das bedeutet: Sind zwei dieser drei Größen bekannt, kann die dritte daraus errechnet werden.

5 Aussagekraft

Das MCV ist ein wichtiger diagnostischer Marker für verschiedene Erkrankungen des Blutes und blutbildenden Systems (beispielsweise Anämien). Durch ihn können Anämien in drei Klassen eingeteilt werden:

siehe auch: Erythrozytogramm, Mentzer-Index, Price-Jones-Kurve

6 Weblinks

Laborlexikon

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