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Serum-Ferritin

Englisch: serum ferritin

1 Definition

Serum-Ferritin ist ein Basisparameter bei der Diagnostik des Eisenstoffwechsels. Gemessen wird die Konzentration von Ferritin im Blutserum.

2 Aussagefähigkeit

Der Wert korreliert in gewissen Grenzen mit dem im Körper vorhandenen Speichereisen. Bei Eisenmangel ist die Korrelation am deutlichsten. Hier kann man Serum-Ferritin mit guter Näherung in Speichereisen umrechnen. Ein Anstieg des Serum-Ferritins um 1 µg/l entspricht etwa 8 mg Speichereisen:

  • Ein Serum-Ferritin-Wert unter 12 µg/l zeigt leere Eisenspeicher an.
  • Ein Serum-Ferritin-Wert über 220 µg/l deutet auf vorhandenes Speichereisen hin.

Bei Eisenüberladung ist die Korrelation zwischen Serum-Ferritin und Speichereisen häufig aufgehoben. Bei einer Reihe von Erkrankungen (z.B. bei akuter Hepatitis, Infektionen, Tumoren) kann es zu "falsch" erhöhten Werten kommen, deshalb sollte man einen Entzündungsmarker (z.B. CRP) mitbestimmen.

3 Referenzbereich

  • Männer: 30-300 µg/l
  • Frauen: 10-200 µg/l

Auschlaggebend ist der vom jeweiligen Labor angegebene Referenzbereich.

4 Umrechnung

5 Interpretation

Erhöht bei:

Erniedrigt bei:

6 Hinweis

Als Parameter der Eisenversorgung der aktuellen Hämatopoese ist das Retikulozytenhämoglobin gut geeignet. Es ist nicht Akute-Phase-abhängig und reagiert auf Änderungen des Eisenhaushaltes (Blutung, i.v.-Eisengabe) innerhalb von 2-3 Tagen.

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