Vom 13. bis 26. Juni steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
Bearbeiten

Vom 13. bis 26. Juni steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind gen Süden gefahren und machen eine Pause. Deswegen steht das Flexikon vom 13. bis 26. Juni 2022 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 27. Juni könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Sonne! Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr frisch erholt wiederkommt!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Hämatopoese

Synonyme: Blutbildung, Hämopoese, Hämatopoiese
Englisch: h(a)ematopoiesis

1 Definition

Die Hämatopoese ist ein komplexer biologischer Prozess, der sich physiologischerweise zum größten Teil im Knochenmark abspielt und die kontinuierliche Versorgung mit Blutzellen sicherstellt. Bei der Hämatopoese werden durch Zellteilungen und zunehmende Differenzierung aus multipotenten hämatopoetischen Stammzellen reife Blutzellen (z.B. Erythrozyten).

2 Einteilung

Die Hämatopoese lässt sich nach verschiedenen Aspekten in einzelne Prozesse aufsplitten.

2.1 ...nach Ort der Blutbildung

2.1.1 Myelopoese

Die Myelopoese findet beim Gesunden ausschließlich im Knochenmark statt (so genannte medulläre Hämatopoese) und führt zur Bildung von Erythrozyten, Granulozyten, Monozyten und Thrombozyten. Sie lässt sich somit weiter unterteilen in:

In der Fetalzeit oder unter pathologischen Bedingungen kann eine Blutbildung auch außerhalb des Knochenmarks erfolgen. Man spricht dann von extramedullärer Hämatopoese.

2.1.2 Lymphopoese

Die Lymphopoese oder Lymphozytopoese führt zur Bildung der Lymphozyten. Sie vollzieht sich ebenfalls im Knochenmark, die weitere Differenzierung der Zellen ist vom Zelltyp abhängig: Die Differenzierung der T-Zellen findet in den lymphatischen Organen (z.B. Thymus, Lymphknoten, Milz) statt, die B-Zellen differenzieren sich im Knochenmark.

2.2 ...nach Zelllinien

2.2.1 Leukozytopoese

Mit dem Begriff Leukozytopoese oder auch Leukopoese wird die Bildung aller weißen Blutzellen beschrieben, d.h. er umfasst:

3 Physiologie

Die Hämatopoese stellt die kontinuierliche, bedarfsgerechte Versorgung mit Blutzellen sicher. Ein Mangel oder Überschuss an Blutzellen hat weitreichende Folgen, die den Sauerstofftransport, die Immunabwehr, aber auch die rheologischen Eigenschaften des Blutes beeinflussen. Daher hält der Körper unter physiologischen Bedingungen die Zellzahl in relativ engen Grenzen. Er ist aber auch in der Lage in Belastungssituationen (z.B. Infektion) die Zellzahl deutlich zu steigern. Die Steuerung erfolgt abhängig vom Zelltyp durch eine Vielzahl von Mechanismen, unter anderem über Hormone wie Erythropoetin oder über Zytokine.

4 Embryologie

Beim Ungeborenen findet die Hämatopoese vor allem in Milz und Leber statt.

Diese Seite wurde zuletzt am 5. Februar 2022 um 13:06 Uhr bearbeitet.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

24 Wertungen (3.79 ø)

229.082 Aufrufe

Copyright ©2022 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: