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Mentzer-Index

1 Definition

Der Mentzer-Index dient der schnellen Abschätzung zur Unterscheidung zwischen Eisenmangelanämie und Beta-Thalassämie.

2 Berechnung

Dieser Index berechnet sich aus Laborwerten des kleinen Blutbilds und ist durch den Quotienten aus MCV (in fl) und Erythrozytenzahl (in Millionen pro Mikroliter) definiert. Die Berechnung ist nur sinnvoll, wenn der Patient eine Mikrozytose hat.

3 Interpretation

Liegt der numerische Wert über 13, spricht dies für eine Eisenmangelanämie. Ergibt der Wert weniger als 13, ist dies eher ein Indiz für eine Beta-Thalassämie.

Der Mentzer-Index ist eine einfache und schnelle Methode, eine Einschätzung der Ursache einer vorliegenden Anämie zu treffen. Zur Absicherung der Diagnose bedarf es dann weiterführender Diagnostik, zum Beispiel durch eine Hb-Elektrophorese oder eine molekulargenetische Untersuchung.

Eine moderne Abwandlung des Mentzer-Index ist der Quotient aus der Zahl mikrozytärer und hypochromer Erythrozyten (M/H-Quotient), den einige Hämatologiegeräte berechnen können.

4 Literatur

Mentzer WC: Differentiation of iron deficiency from thalassaemia trait. Lancet 1973;7808:882.

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