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FIASMA

1 Definition

FIASMA ist die Abkürzung für "Functional Inhibitor of Acid SphingeMyelinAse", übersetzt: "Funktionelle Inhibitoren der sauren Sphingomyelinase“. Unter diesem Begriff fasst man alle pharmakologischen Wirkstoffe zusammen, die eine Hemmung des Enzyms saure Sphingomyelinase (ASM) bewirken.

2 Wirkung

Der hemmende Effekt einiger Arzneistoffe auf die ASM ist zwar schon lange bekannt, wurde allerdings erst relativ spät systematisch untersucht. Die Wirkung der FIASMAs auf die saure Sphingomyelinase beruht wahrscheinlich auf einem indirekten, funktionellen Mechanismus. FIASMAs bewirken eine Ablösung der ASM von der inneren lysosomalen Membran. Anschließend wird das Enzym im lysosomalen Lumenproteolytisch abgebaut.

FIASMAs führen nur zu einer inkompletten Hemmung der ASM. Die Restaktivität des Enzyms ist ausreichend, um die durch das Enzym vermittelten Stoffwechselvorgänge aufrecht zu erhalten. Würden FIASMAs die ASM vollständig hemmen, entsprächen die Effekte dem Bild der Niemann-Pick-Krankheit, bei der die Aktivität der ASM durch einen Gendefekt vollständig fehlt.

3 Beispiele

Amiodaron Amitriptylin Amlodipin Aprindin Astemizol
Biperiden Biperiden  Carvedilol Chlorpromazin Chlorprothixen
Cinnarizin Clemastin Clofazimin Clomiphen Clomipramin
Desipramin Desloratadin Doxepin Flunarizin Fluoxetin
Flupentixol Fluphenazin Fluvoxamin Imipramin Loperamid
Loratadin Maprotilin Mebeverin Mepacrin Nortriptylin
Paroxetin Penfluridol Pimozid Promethazin Protriptylin
Tamoxifen Terfenadin Triflupromazin Zolantidin

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