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Nortriptylin

Handelsnamen: Nortrilen® u.a.
Englisch: Nortriptyline

1 Definition

Nortriptylin zählt zur Gruppe der trizyklischen Antidepressiva und ist der aktive Metabolit des Amitriptylins.

2 Indikationen

Nortriptylin wird insbesondere bei der Behandlung von Depressionen verschrieben, um den Antrieb zu steigern.

3 Allgemeines

Das Arzneimittel wird oral verabreicht, wobei es eine sehr hohe Bioverfügbarkeit aufweist. Hierauf wird Nortriptylin hepatisch verstoffwechselt. Die Plasmahalbwertszeit kann bis zu 90 Stunden betragen, wonach der Wirkstoff anschließend über den Urin ausgeschieden wird.

4 Wirkmechanismus

Die Wiederaufnahme von Monoaminen in die präsynaptischen Vesikel im ZNS wird durch Nortriptylin gehemmt, so dass die Konzentration an Serotonin und Noradrenalin im synaptischen Spalt erhöht wird. Dies wirkt antidepressiv, dämpfend und stimmungsaufhellend. Allerdings beeinflussen Trizyklika auch das histaminerge, das cholinerge sowie das adrenerge System, wodurch zahlreiche Nebenwirkungen entstehen. Im Vergleich zum Amitriptylin sind diese hier jedoch weniger stark ausgeprägt, weshalb Nortriptylin zu den Trizyklika der zweiten Generation zählt. Zusätzlich weist der Arzneistoff eine Wirkung als sogenanntes FIASMA auf, also als funktioneller Inhibitor der sauren Sphingomyelinase.

5 Unerwünschte Arzneimittelwirkungen

6 Kontraindikationen

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