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Dermoidzyste

Englisch: dermoid cyst

1 Definition

Eine Dermoidzyste ist ein zystisches Teratom, das von reifem Hautgewebe mit Haarfollikeln und Schweißdrüsen ausgekleidet ist.

2 Pathologie

Dermoidzysten entstehen aus Gewebe, das während der Embryonalentwicklung versprengt wurde. Sie können Gewebsanteile aller drei Keimblätter aufweisen und besitzen eine ausgeprägte Variabilität im Hinblick auf ihre Differenzierung.

Der Zysteninhalt ist in der Regel teigig bis ölig und oft mit Haaren durchsetzt. Die Zysten können zusätzlich Talg, Blut, Knochen, Zähne, Nägel, Knorpel oder auch Schilddrüsengewebe enthalten. Auch neuroektodermales Gewebe (z.B. Gliazellen) ist eine relativ häufige Komponente. Histologisch sieht man im Randbereich in der Regel eine lokale Fremdkörperreaktion in Form entzündlicher Infiltrate, die Langhans-Riesenzellen enthalten.

Reife zystische Teratome sind überwiegend gutartig, können aber einer malignen Transformation unterliegen.

3 Klinik

Dermoidzysten machen 10-20% aller gutartigen Ovarialtumoren aus.

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Fachgebiete: Pathologie

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