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Polatuzumab-Vedotin

Englisch: polatuzumab vedotin

1 Definition

Polatuzumab-Vedotin ist ein Immunkonjugat, das zur Therapie von Lymphomen eingesetzt wird. Es gehört zu den sogenannten bewaffneten Antikörpern.

2 Wirkmechanismus

Polatuzumab ist ein humanisierter monoklonaler Antikörper, der an den B-Zell-Rezeptor CD79b bindet. Er ist mit dem Zytostatikum Monomethyl-Auristatin E (MMAE) gekoppelt. Zusammen mit seinem Peptid-Kopplungselement wird das Zytostatikum auch als Vedotin bezeichnet. MMAE entfaltet eine starke antimitotische Aktivität, indem es die Polymerisation des Tubulins und damit die Bildung von Mikrotubuli während der Mitose verhindert. Nach der Internalisierung des Immunkonjugats in die Tumorzelle wird MMAE proteolytisch abgespalten und entfaltet sein zytostatische Aktivität. Es kommt zu einem Arrest der Zelle in der G2/M-Phase und zur Apoptose.

3 Zulassung

Polatuzumab-Vedotin wurde von Genentech und Roche entwickelt. Der Wirkstoff ist in Europa seit November 2019 für erwachsene Patienten mit rezidiviertem bzw. refraktärem diffus großzelligem B-Zell-Lymphom (in Kombination mit Bendamustin und Rituximab) zugelassen.

Diese Seite wurde zuletzt am 9. Januar 2020 um 16:53 Uhr bearbeitet.

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