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Parasympatholytikum

(Weitergeleitet von Parasympathikolytikum)

Synonyme: Parasympathikolytikum, Anticholinergikum
Englisch: parasympatholytic

1 Definition

Als Parasympatholytika werden Substanzen bezeichnet, welche die Wirkung des Parasympathikus herabsetzen.

2 Grundlagen

Der Parasympathikus ist ein Teil des autonomen Nervensystems. Er ist der Gegenspieler des Sympathikus. Der prä- und postganglionäre Transmitter des Parasympathikus ist Acetylcholin (ACh). Dieser Transmitter wirkt auf postsynaptische Rezeptoren, die entsprechend ihrer Funktionsweise in N-Cholinorezeptoren (ligandengesteuerte Ionenkanäle) und M-Cholinorezeptoren (metabotrope Rezeptoren) differenziert werden können:

(Effekte der Acetylcholinrezeptoren, siehe dort)

3 Wirkungsweise

Parasympatholytika hemmen kompetitiv den Effekt von Acetylcholin an M-Cholinorezeptoren.

Hierdurch kommt es zu folgenden Effekten:

Auf das Herz wirken systemisch applizierte Parasympatholytika durch die überwiegende Sympathikusaktivität positiv chronotrop und positiv dromotrop.

Parasympathomimetika haben den gegenteiligen Effekt. Sie sind cholinerg und verstärken die Wirkung von Acetylcholin.

4 Substanzen

Zu den Parasympatholytika zählen unter anderem:

Die lipophilen tertiären Amine (z.B. Atropin) sind gut im Gastrointestinaltrakt resorbierbar und liquorgängig. Quartäre Amine (z.B. Butylscopolamin) werden nur zu ca. 20% resorbiert und sind nicht liquorgängig.

5 Indikationen

Die Gabe von Parasympatholytika ist indiziert, wenn eine schwächere Parasympathikus-Aktivität gewünscht ist:

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