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Muskarinrezeptor

(Weitergeleitet von M-Cholinorezeptor)

Synonyme: Muscarinrezeptor, muskarinerger Acetylcholinrezeptor, muscarinischer Acetylcholinrezeptor, mACh-Rezeptor, mAChR, m-Cholinrezeptor, M-Cholinorezeptor

1 Definition

Muskarinrezeptoren oder mACh-Rezeptoren sind membranständige Acetylcholinrezeptoren, die bei Aktivierung den intrazellulären Botenstoff cGMP nutzen. Den Namen begründet ihr Substrat Acetylcholin, sowie ihre Aktivierbarkeit durch das Pilzgift Muskarin.

2 Physiologie

Muskarinrezeptoren bilden im Gegensatz zu den Nikotinrezeptoren keine Ionenkänale, d.h. die Bindungsstelle für den Neurotransmitter und der ggf. aktivierte Ionenkanal befinden sich nicht im selben Membranprotein. Sie entfalten ihre Wirkung indirekt über eine Aktivierung der Second Messenger-Systeme (G-Proteine). Man bezeichnet sie deshalb auch als metabotrope Rezeptoren. Dieser Rezeptortypus findet sich:

Die durch Muskarinrezeptoren vermittelten Wirkungen sind davon abhängig, ob Agonisten oder Antagonisten am Rezeptor binden:

Die Acetylcholinwirkung wird im synaptischen Spalt via Transmitterspaltung durch die Acetylcholinesterase beendet, so dass 50% wieder in die Präsynapse aufgenommen werden. Im Gegensatz zu Acetylcholin wird Muskarin nicht abgebaut und führt deshalb zu einer Dauerregung der Rezeptoren. Atropin wirkt an allen mACh-Rezeptoren antagonistisch.

3 Einteilung

Man kann 5 Subtypen von Muskarinrezeptoren unterscheiden (M1-M5). Sie haben zwar alle eine Bindungspezifität für Acetylcholin und werden durch Antagonisten wie Atropin gehemmt - die von ihnen getriggerten Effekte beschreiten jedoch zwei unterschiedliche Second-Messenger-Pfade. M1-, M3- und M5-Rezeptoren stimulieren den intrazellulären IP3-Signaltransduktions-Metabolismus (Gq-gekoppelt), M2- und M4-Rezeptoren hemmen die Adenylatzyklase (Gi-gekoppelt).

Die verschiedenen Rezeptortypen findet man in unterschiedlichen Zielgeweben:

Diese Seite wurde zuletzt am 24. April 2021 um 20:16 Uhr bearbeitet.

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