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Pirenzepin

Handelsname: Gastrozepin®

1 Definition

Der Wirkstoff Pirenzepin gehört zur Gruppe der Parasympatholytika und wird zur Reduktion der Magensäure bei der gastroduodenalen Ulkuskrankheit eingesetzt.

2 Chemie

Pirenzepin hat die Summenformel C19H21N5O2 und eine molare Masse von 351,40 g/mol.

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3 Wirkungsweise

Pirenzepin hemmt die selektiv muskarinischen Acetylcholinrezeptoren und weist hierbei eine besonders ausgeprägte Affinität gegenüber den M1-Acetylcholinrezeptoren auf. In höherer Dosierung werden zusätzlich auch die M3-Rezeptoren der Parietalzellen blockiert, wodurch weniger Protonen für die Salzsäureproduktion zur Verfügung stehen.

4 Darreichungsform

Pirenzepin liegt als Tablette für die p.o.-Verabreichung vor.

5 Indikationen

Pirenzepin ist für folgende Indikationen zugelassen:

6 Dosierung

Der Hersteller empfiehlt eine Dosierung von 100 mg bis max. 150 mg pro Tag, aufgeteilt in 2-3 Einzelgaben.

7 Nebenwirkungen

Die häufigsten Nebenwirkungen sind:

8 Kontraindikationen

Bei folgenden Kontraindikationen sollte Pirenzepin nicht eingesetzt werden:[1]

9 Bemerkungen

Derzeit wird die Wirkung von Pirenzepin auf die Myopie bei Kindern untersucht. In den USA und in der Schweiz wurde ein pirenzepinhaltiges Gel getestet, welches das Fortschreiten der Myopie um bis zu 50% reduzieren konnte.[2][3]

10 Quellen

  1. Gebrauchsinformation für den Anwender
  2. Myopie - Pirenzepin verzögert Sehkraftverlust
  3. Pirenzepin bei Myopie

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