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Heroingestützte Behandlung

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Abkürzung: HeGeBe

Synonyme: Diaphingestützte Therapie, Substitutionsgestützte Behandlung mit Diacetylmorphin

Englisch: heroin-assisted treatment, diacetylmorphine-assisted treatment

Definition

Die heroingestützte Behandlung ("HeGeBe"), förmlich als diamorphingestützte Substitutionsbehandlung bezeichnet, ist eine Form der Opioid-Agonisten-Therapie ("OAT"), bei der schwer opioidabhängigen Patienten unter strikt kontrollierten Bedingungen pharmazeutisch hergestelltes Heroin (Diamorphin bzw. Diacetylmorphin) verabreicht wird. Sie richtet sich an Menschen, bei denen konventionelle Substitutionsbehandlungen nicht ausreichend erfolgreich waren, und ist stets in ein umfassendes medizinisches, psychotherapeutisches und psychosoziales Betreuungskonzept eingebettet.

Diacetylmorphin ist chemisch mit Straßenheroin identisch und pharmakologisch eine Prodrug: Die Substanz selbst bindet kaum an zentralnervöse Rezeptoren, sondern wirkt über die aktiven Metaboliten 6-Monoacetylmorphin (6-MAM) und Morphin als μ-Opioidrezeptor-Agonist. Nach intravenöser Gabe hat Diamorphin eine sehr kurze Halbwertszeit.

Der Begriff „Diaphingestützte Therapie" leitet sich vom Handelsnamen Diaphin® ab - dem in der Schweiz zugelassenen Fertigarzneimittel, das dort seit 1994 in der HeGeBe eingesetzt wird und in verschiedenen Darreichungsformen (Injektionslösung sowie Tabletten) verfügbar ist.

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