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von altgriechisch: Staphyle - Traube, lateinisch: aurum - Gold


Staphylococcus aureus ist ein zu der Gattung der Staphylokokken gehörendes Bakterium.
Abstriche von Staphylococcus aureus erscheinen mikroskopisch als haufenförmig gelagerte grampositive Kokken. Auch die Lagerung in Tetraden und in Paaren kommt vor. Überwiegend ist jedoch die Lagerung in Haufen.
Bei Anzucht auf Blutagar führt zur Ausbildung von charakteristischen gelblich-goldenen Kolonien. Aus dem Erscheinungsbild in der Kultur leitet sich auch die Speziesbezeichnung "Aureus" ab. Kolonien von S. aureus sind häufig von einem schmalen Hämolyse-Hof umgeben.
Staphylococcus aureus kommt bei bis zu 50% der Bevölkerung in Haut, Nasenvorhof, Perineum, Colon und Vagina vor. Bei Personal medizinischer Einrichtungen kann die Trägerquote bei 90% liegen. In Anbetracht der MRSA-Problematik eine besorgniserregend hohe Zahl.
Der hauptsächliche Übertragungsweg von Staphylococcus aureus ist die Schmierinfektion, maßgeblich der Hautkontakt über die Hände. Auch Selbstinfektion von kolonisierten Bereichen auf andere Bereiche der Haut ist häufig.
Staphylococcus aureus besitzt eine Reihe von Pathogenitätsfaktoren, die zur Ausbildung von krankhaften Prozessen beitragen und vergleichsweise gut erforscht sind.
Staphylococcus aureus besitzt antiphagozytäre Mechanismen:
Eine Reihe von Erkrankungen, die durch Staphylococcus aureus hervorgerufen werden, beruht auf der Bildung von Toxinen:
Bei so vielen Pathogenitätsfaktoren mag es verwunderlich erscheinen, dass Staphylococcus aureus nicht viel mehr Menschen befällt. Jedoch ist zu beachten, dass disponierende Faktoren des Patienten vorliegen müssen, damit eine Infektion leichter zustande kommt.
Disponierend für Infektionen mit Staphylococcus aureus sind:
Infektionen durch Staphylococcus aureus führen zu:
Darüber hinaus können Toxine von Staphylococcus aureus in Nahrungsmitteln zu einer Lebensmittelvergiftung führen.
Staphylococcus aureus unterscheidet sich von anderen Staphylokokken durch die Bildung des Clumping-Faktors. Dieses auch als freie Koagulase bezeichnete Protein führt in Einheit mit dem körpereigenen Gerinnungsfaktor Prothrombin zur Bildung von Fibrin.
Der Clumping-Faktor wird im mikrobiologischen Labor mithilfe der Koagulase-Reaktion nachgewiesen.
Bei Infektionen mit Staphylococcus aureus ist das Anfertigen eines Antibiogramms sehr wichtig, da Antibiotikaresistenzen sehr häufig vorkommen.
Eine Therapie mit Penicillin ist bei Infektionen mit Staphylococcus aureus ein hoffnungsloses Unterfangen.
Staphylococcus aureus ist grundsätzlich empfindlich gegen Beta-Laktam-Antibiotika wie z.B. Penicillin, jedoch sind über 80% der Stämme resistent gegen Penicillin. Diese Antibiotikaresistenz beruht auf der Ausbildung von Penicillinasen.
Daher ist auch in unkomplizierten Fällen eine Therapie mit Penicillinase-festen Beta-Laktam-Antibiotika wie beispielsweise Flucloxacillin durchzuführen.
Als MRSA werden Staphylokokken bezeichnet, die aufgrund Veränderung der Penicillin-Bindungsproteine multiple Resistenzen erworben haben. Sie sind resistent gegen alle Beta-Laktam-Antibiotika. Als Reserveantibiotika kommen in diesem Fall Glykopeptid-Antibiotika (z.B. Vancomycin) in Frage.




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