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Summer Break: Keine Edits vom 16. bis 31. August.Geht mal raus zum Baden!
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Geht mal raus zum Baden!
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Summer Break

Liebe Autoren,
Wir sind an den Strand gefahren. Denn auch unsere fleißigen Lektoren brauchen mal eine Pause. Deswegen steht das Flexikon von 16. bis 31. August 2014 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 1. September kann wieder mit voller Kraft ergänzt und geändert werden.

Unser Tipp: Geht auch mal schwimmen. Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr wieder kommt!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Hämolyse

von griechisch: haima - Blut; lysis - Auflösung
Englisch: h(a)emolysis

Inhaltsverzeichnis

1 Definition

Unter Hämolyse versteht man die Auflösung von Erythrozyten durch Zerstörung der Zellmembran mit Übertritt von Hämoglobin in das Plasma.

2 Ursachen

Hämolysen können durch verschiedene Grunderkrankungen, durch mechanische Prozesse oder genetische Dispositionen entstehen. Zn den Ursachen zählen:

Eine Hämolyse kann innerhalb des Gefäßsystems (intravasal) oder außerhalb des Gefäßsystems (extravasal) auftreten, z.B. bei einem (Hämatom) oder Abbau der Erythrozyten im Retikulo-endothelialen System.

Hämolyse kann auch ex vivo auftreten, z.B. durch unsachgemäße Blutentnahme (Scherkräfte bei Anwendung von zu hohem Sog), unkontrollierte Erwärmung beim Versuch, einen Warmtransport durchzuführen, oder Einfrieren von Vollblut.

Diese Handhabungsfehler kommen auch bei Erythrozytenkonzentraten in Frage. Erythrozytenkonzentrate müssen deshalb vor der Transfusion optisch auf Hämolyse geprüft werden (lackartige Verfärbung).

3 Folgen

Durch die Hämolyse werden Erythrozyten zerstört und Hämoglobin sowie andere zytoplasmatische Bestandteile (z.B. Lactatdehydrogenase) freigesetzt und im Blut nachweisbar.

In der Konsequenz kann es - je nach Ausmaß der Hämolyse - zu Anämie, Ikterus und Hämoglobinurie mit den entsprechenden Folgen (z.B. Crush-Niere) kommen. Eine fortdauernde Hämolyse, die nicht durch Regenerationsprozesse kompensiert werden kann, führt zum Krankheitsbild der hämolytischen Anämie.

4 Labormedizinische Parameter

Eine Hämolyse kann durch Bestimmung einiger labormedizinischer Werte nachgewiesen werden. Die zu bestimmenden Werte umfassen:

Das Serum kann nach Zentrifugation einfach optisch auf Verfärbung geprüft werden. Im Urin kann eine Hämoglobinurie nachgewiesen werden (Erythrozyten-Testfeld des Urinteststreifens). Bei reaktiv gesteigerter Blutbildung ist außerdem die Retikulozytenzahl erhöht.

siehe auch: Hämolyseparameter

In der Labormedizin ist Hämolyse ein bekanntes präanalytisches Problem. Hierbei ist zu unterscheiden, ob es sich um echte, pathologische Hämolyse oder ein Artefakt handelt.

5 Hämolyse im Blutagar

Die Zerstörung von untergemischten Erythrozyten in bakteriellen Nährmedien macht man sich bei der Differenzierung von Streptokokken zunutze.
Aufgrund des Wachstumsverhaltens auf Blutagar unterscheidet man drei Formen der bakteriellen Hämolyse:

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