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Ikterus

Synonym: Gelbsucht, Gallsucht
Englisch: jaundice

1 Definition

Als Ikterus bezeichnet man eine Gelbfärbung der Haut, Schleimhäute und innerer Organe infolge einer Hyperbilirubinämie. Sichtbar wird der Ikterus in der Regel ab einer Bilirubinkonzentration von 2 mg/dl. Bei Gelbfärbung und einer Bilirubinkonzentration zwischen 1 und 2 mg/dl spricht man von einem Subikterus.

2 Symptome

Symptome des Ikterus sind die Gelbfärbung von Haut und Schleimhäuten sowie von Körperflüssigkeiten und Organen - besonders früh äußert sich dies in der Gelbfärbung der Lederhaut (Sklera) der Augen. Ursache für die Gelbfärbung ist ein Austritt des Gallenfarbstoffs Bilirubins aus dem Blut in die verschiedenen Körpergewebe. Die Intensität des Ikterus wird von der Bilirubinproduktion, sowie der Bilirubin-Ausscheidung über die Niere bestimmt.

3 Einteilung des Ikterus

3.1 Prähepatischer Ikterus

Der prähepatische Ikterus entsteht durch einen vermehrten Anfall von Bilirubin im Blut, z.B. im Rahmen einer massiven Hämolyse.

3.2 Hepatischer Ikterus

Beim hepatischen Ikterus wird Bilirubin von den Leberzellen nicht mehr oder nur noch vermindert aufgenommen. Ursache hierfür können Medikamente (z.B. Kontrastmittel) oder eine Schädigung der Leberzelle selbst sein.

3.3 Posthepatischer Ikterus

Ein posthepatischer Ikterus tritt aufgrund von Störungen des Gallenflusses, einer so genannten Cholestase auf. Eine Sonderform stellt hier das sogenannte Mirizzi-Syndrom dar.

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