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Summer Break: vom 24.07. bis 12.08.2015 steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Summer Break

Liebe Autoren,

es ist leider wahr: Wir sind einfach an den Strand gefahren, ohne euch Bescheid zu sagen. Denn auch unsere fleißigen Lektoren brauchen mal eine Pause. Deswegen steht das Flexikon von 24.07. bis 12.08.2015 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 13. August kann wieder herzhaft ergänzt und geändert werden.

Unser Tipp: Geht auch mal schwimmen. Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr bald wieder kommt!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Blutentnahme

Synonyme: Blutabnehmen, Blutabnahme, BE
Englisch: blood sample

1 Definition

Unter Blutentnahme versteht man das Gewinnen von Blut durch die Punktion eines Blutgefäßes.

2 Indikationen

Für Blutentnahmen sind vielfältige Indikationen bekannt. Meistens erfolgen Blutentnahmen zur Diagnostik und Verlaufskontrolle, jedoch auch im Rahmen von Präventionsmaßnahmen oder zur Blutspende. Auch der Aderlass als therapeutische Blutentnahme ist heute noch gelegentlich indiziert.

3 Arten

3.1 Venöse Blutentnahme

Die Blutentnahme aus einer Vene (Venenpunktion) ist das Standardverfahren zur Blutentnahme, bei der mittels einer Hohlnadel und Punktion eines venösen Blutgefäßes Blut entnommen wird. Die Einstichstelle wird vor der Punktion mit einem Alkoholtupfer desinfiziert.

In der Regel werden die Vena mediana cubiti oder die Vena cephalica am Unterarm als Punktionsstellen gewählt. Theoretisch kann man jedoch aus allen oberflächlichen oder tieferen Venen Blut gewinnen.

3.2 Kapilläre Blutentnahme

Die Blutentnahme aus einer Kapillare (Kapillarblutgewinnung) ist ein weit verbreitetes Verfahren zur Gewinnung kleinerer Blutmengen. Sie erfolgt unter anderem zu Bestimmung des Blutzuckers (BZ) oder der Sauerstoffsättigung des Blutes.

Kapillarblut gewinnt man am besten aus gut durchblutetem Gewebe, z.B. aus der Fingerbeere oder aus dem Ohrläppchen. Verwendet werden Stechhilfen, die einen schnellen und somit schmerzarmen Stich setzen und die Eindringtiefe ins Gewebe standardisieren.

Diese Prozedur ist einfach und dank moderner Blutzuckermessgeräte von den meisten Patienten zuhause selbst durchführbar. In der Pädiatrie sind kapilläre Blutentnahmen ein eleganter Weg, um die Anzahl der von den Kindern schmerzhafter empfundenen venösen Blutentnahmen zu minimieren.

3.3 Arterielle Blutentnahme

Die arterielle Blutentnahme dient zur Durchführung einer Blutgasanalyse (BGA). Durch arterielle Punktion, meist der Arteria radialis oder der Arteria iliaca, wird Blut gewonnen. Zur Entnahme können spezielle abgedichtete Einwegkapillaren verwendet werden, jedoch kann aus Kostengründen auch mit einer normalen, heparinisierten Spritze punktiert und arterielles Blut abgezogen werden.

Die arterielle Blutentnahme ist deutlich invasiver als eine Venenpunktion. Das Risiko einer Nachblutung ist im Hochdrucksystem höher, auch die Folgen einer arteriellen Thrombose sind schwerwiegender. Bei guter Entnahmetechnik ist eine kapilläre BGA ähnlich aussagekräftig wie eine arterielle BGA.

4 Probenaufbereitung

Das entnommene Blut wird bis zur Untersuchung in Röhrchen mit speziellen Zusätzen aufbewahrt. Je nach angeforderter Untersuchung muss das Blut in die richtigen Röhrchen eingebracht werden. Zu den verwendeten Zusätzen gehören:

Bei einigen Laborparametern sind weitere präanalytische Maßnahmen erforderlich, zum Beispiel sofortiges Zentrifugieren und Tieffrieren oder eine Warmblutprobe.

5 Klinik

Regelmäßige Blutentnahmen in kurzen Zeitabständen können eine Anämie verursachen. Dies ist insbesondere ein Problem in der Neonatologie, aber auch in der Erwachsenenmedizin. Die Gesamtmenge an entnommenen Blutproben kann auf einer Intensivstation 500 ml pro Woche erreichen. In einer Veröffentlichung aus dem Jahre 2014 schätzt der Autor den Blutverlust zu diagnostischen Zwecken in der "westlichen Welt" auf 25 Millionen Liter im Jahr. Hierfür wird der Begriff "hospital acquired anemia" verwendet.

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