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EDTA-Blut

Englisch: EDTA blood (ethylene diamine tetraacetic acid)

1 Definition

EDTA-Blut ist Blut, das für die weitere Untersuchung in der Laboratoriumsmedizin mit dem Chelatbildner Ethylendiamintetraazetat (EDTA) ungerinnbar gemacht wurde. EDTA-Blut wird vor allem für hämatologische und immunhämatologische Untersuchungen verwendet. Durch Zentrifugation kann auch EDTA-Plasma gewonnen werden.

2 Hintergrund

Die EDTA-Lösung ist in der Regel bereits in den zur Blutabnahme verwendeten Gefäßen (z.B. Monovetten®) enthalten. Die Durchmischung der Blutprobe erfolgt dadurch direkt bei der Abnahme und wird durch leichtes Schwenken des gefüllten Gefäßes verstärkt. Da die EDTA-Lösung nur einen sehr geringen Anteil des Volumens ausmacht, ist keine Ergebniskorrektur notwendig.

EDTA verursacht in einigen Fällen eine Unverträglichkeitsreaktion in vitro, die zu einer Aggregation der Thrombozyten führt. Die Thrombozytenzahl wird falsch niedrig gemessen (sog. EDTA-Pseudothrombozytopenie). Bei diesen Patienten muss für die korrekte Messung der Thrombozytenzahl ein anderes Antikoagulans benutzt werden.

In der EDTA-Lösung sind immer Kationen enthalten, am häufigsten Kalium. Deshalb darf aus EDTA-Blut kein "Serumkalium" - in diesem Fall wäre es Plasmakalium - bestimmt werden.

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