Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.

Biofilm

Englisch: biofilm
Obsolete Bezeichnung: Plaque

1 Definition

Als Biofilm bezeichnet man einem dünnen Schleimfilm, in dem Populationen von Mikroorganismen organisiert vorliegen.

2 Hintergrund

Biofilme haben eine hohe therapeutische Relevanz, da sie Erregern helfen können, sich vor dem menschlichen Immunsystem zu schützen. Bei mehr als 60 % aller bakteriellen Infektionskrankheiten bilden die Erreger Biofilme.

3 Pathophysiologie

Ein Biofilm bildet sich aus strukturierten, spezialisierten Kolonien von zusammenhängenden Mikroorganismen, die in einer dünnen Schleimschicht aus komplexen extrazellulären polymeren Substanzen (EPS) eingebettet sind. Eine einheitliche Biofilmstruktur existiert nicht. Die Bakterien reagieren auf Zell-Zell-Signale, die entstehen, wenn Bakterien sehr nah beieinander zu liegen kommen.

Auch wenn die Bakterien per se auf ein Antibiotikum empfindlich reagieren können, sind sie im Biofilm geschützter. Das Zusammenleben im Biofilm erlaubt es, Angriffen von außen besser zu widerstehen, aber auch Resistenzinformationen über Antibiotika leichter auszutauschen. Keime können sich hier "einigeln" und sind entsprechend schwierig zu bekämpfen. Biofilme wurden nicht nur bei der chronischen Sinusitis, sondern auch bei der chronischen Otitis media und in Cholesteatomen gefunden.

Mikroorganismen, welche in einem Biofilm vorkommen können, sind z.B. humanpathogene Bakterien, wie Legionellen oder Mykoplasmen. Es kann sich aber auch um Pilze, Viren oder Protozoen handeln.

Um diesen Artikel zu kommentieren, .

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Letzte Autoren des Artikels:

9 Wertungen (3.22 ø)
Teilen

18.979 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
DocCheck folgen: