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Summer Break: vom 24.07. bis 12.08.2015 steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Summer Break

Liebe Autoren,

es ist leider wahr: Wir sind einfach an den Strand gefahren, ohne euch Bescheid zu sagen. Denn auch unsere fleißigen Lektoren brauchen mal eine Pause. Deswegen steht das Flexikon von 24.07. bis 12.08.2015 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 13. August kann wieder herzhaft ergänzt und geändert werden.

Unser Tipp: Geht auch mal schwimmen. Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr bald wieder kommt!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Leukopenie

von altgriechisch: λευκός ("leukós") - weiß
Synonym: Leukozytopenie
Englisch: leukopenia, leukocytopenia

1 Definition

Unter einer Leukopenie versteht man eine gegenüber der Norm verminderte Anzahl von weißen Blutkörperchen (Leukozyten) im Blut. Der untere Grenzwert liegt bei etwa 4.000 Zellen pro Mikroliter Blut.

Das Gegenteil der Leukopenie ist die Leukozytose.

2 Formen

Je nachdem welche Zellfraktion der Leukozyten vermindert ist, kann man weiter differenzieren in:

3 Ätiologie

Zu einer Leukopenie kommt es, wenn die Neubildung der Leukozyten (Leukopoese) im Knochenmark beeinträchtigt ist (z.B. bei Myelosuppression) oder ein erhöhter Verbrauch besteht (z.B. bei Infektionskrankheiten).

4 Ursachen

Eine Leukopenie kann bei sehr unterschiedlichen Erkrankungen auftreten. Dazu zählen:

Ein weitere klinisch relevante Ursache sind Medikamente. Leukopenien können hier erwartet (bei Chemotherapie), aber auch unerwartet auftreten. Als Auslöser medikamentös induzierter Leukopenien kommen zum Beispiel in Frage:

Den Tiefpunkt einer Leukopenie im Rahmen einer Chemotherapie nennt man Leukozyten-Nadir.

5 Symptome

Patienten mit Leukopenie weisen eine erhöhte Infektanfälligkeit auf - vor allem gegenüber bakteriellen Erregern. Die Symptome sind davon abhängig, ob eine akute oder chronische Leukopenie vorliegt.

6 Therapie

Die Therapie richtet sich nach der auslösenden Ursache. Um die erhöhte Infektanfälligkeit von Patienten mit Leukopenie zu kompensieren, erfolgt ein Abschirmung des Patienten durch Gabe von Antibiotika und ggf. Antimykotika. Die erniedrigten Leukozytenzahlen können medikamentös durch Gabe von rekombinantem G-CSF (z.B. Lenograstim) erhöht werden. Allerdings spricht nur ein Teil der Leukopenien (z.B. nach Zytostatikatherapie) auf G-CSF an.

Die temporäre Steigerung der Granulozytenzahl durch Transfusion von Granulozytenkonzentraten konnte in verschiedenen klinischen Studien keine eindeutige Verbesserung der Prognose belegen und wird zur Zeit (2014) nur im Rahmen experimenteller Behandlungen schwerster Leukopenien eingesetzt.

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